Bühl (red/ksk). Minus sieben Grad Celsius haben am Donnerstag rund 2000 Beschäftigte des Bosch-Werks in Bühl nicht davon abgehalten, zur Bürgerhalle der Stadt zu marschieren. Dabei forderten sie die Zusage zur Standortsicherung der Werke in Bühl und Bühlertal ein.

Die Teilnehmer konnten einen ersten Erfolg verbuchen: Auf der Betriebsversammlung teilte die Geschäftsführung mit, dass die Werke auch in Zukunft "Kernstandorte" bei Bosch seien, heißt es in einer Mitteilung der IG Metall. Eine Zusage bis 2020 sei allerdings nicht gemacht worden. Dafür garantiere das Unternehmen das Bestehen der Standorte bis 2018. "Die Erleichterung der Beschäftigten ist groß, sie können wieder langfristig auf ihren Arbeitsplatz vertrauen", sagte Klaus Lorenz, Betriebsratsvorsitzender der Bosch GmbH. Ahmet Karademir, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Offenburg: "Wir sind mit dem ersten Ergebnis zufrieden. Im Januar sollen Verhandlungen dazu gestartet werden. Ziel ist es, eine novellierte Standort-Sicherungsvereinbarung abzuschließen."

Seit mehr als zwei Jahren wird laut IG Metall ein "Standortkonzept" für die Werke in Bühl und Bühlertal erarbeitet.