Oberwolfach Rat vergibt den Auftrag an Büro Kopf

Markus Adler, 05.07.2012 11:05 Uhr

Oberwolfach - Der Gemeinderat Oberwolfach hat den nächsten Schritt zum Umbau und der Sanierung der Festhalle beschlossen. Das Planungsbüro Kopf aus Steinach hat den Zuschlag bekommen und steigt nun in die Detailplanung ein.

Der Bauausschuss hatte im Mai die vier eingereichten Entwürfe der beteiligten Büros ausführlich begutachtet und sich für den Entwurf des Büros Kopf entschieden (wir berichteten). Martin Rauber (Freie Wähler) fragte im Gemeinderat nach, ob es für die Festhallensanierung bereits eine genaue Kostenberechnung möglich wäre.

Bürgermeister Jürgen Nowak (Freie Wähler) informierte, dass das im jetzigen Planungsstadium noch nicht möglich sei. Allerdings sei dem Büro Kopf klar signalisiert worden, dass es mit einem gedeckelten Betrag von zwei Millionen Euro klarkommen müsse. Bei den Zuschüssen von der öffentlichen Hand sei von etwa 60 Prozent insgesamt auszugehen, doch hänge dies noch von den genauen Zusagen aus dem Ausgleichsstock und vom Regierungspräsidium ab.

Der Eigenanteil der Gemeinde von etwa 800.000 Euro wird wahrscheinlich nicht ohne Darlehensaufnahme zu finanzieren sein, berichtete auch Kämmerer Thomas Springmann auf Nachfrage. Doch sei es noch zu früh, eine genaue Aussage zu treffen.

Der genaue finanzielle Rahmen sei ohne die Haushaltseckdaten für 2013 nicht abzustecken, erläuterte Springmann. Dass es höchste Zeit sei, die Sanierung anzugehen, bekräftigte auch Gemeinderätin Erna Armbruster (FW) – schließlich habe das Thema in ihren 18 Jahren am Ratstisch immer wieder auf der Tagesordnung gestanden. Ralf Heizmann (CDU) sprach den Erhalt der Sauna an: Er sei angesprochen worden, dass rund 25 Leute die Einrichtung regelmäßig nutzten und diese Möglichkeit auf jeden Fall geprüft werden müsse.

Bürgermeister Nowak sagte, dass die se Option im Zug der weiteren Planung geprüft werde und dass diese Entscheidung von den Kosten abhängig sei. Als nächster Schritt sollen nun die Fachingenieure zum Zug kommen, die die einzelnen Gewerke planen sollen. Eine Abstimmung mit den zukünftigen Nutzern sei angestrebt, erläuterte Nowak. Auch das Thema Eigenleistungen müsste noch geklärt werden.

 
 
Kommentare (5)
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JUL
28
Arnold, 14:46 Uhr

Festhalle

Wie der Name schon sagt ist es ein Treffpunkt fuer weltliches und kulturelles Leben, wie die Kirche fuers geistige Leben .Wahrscheinlich haette man den Hallenplatz schon geaendert ,aber wo kann er sein und dazu allen heutigen Kriterien entsprechen ? Alles ist verbaut ! oder darf nicht bebaut werden .Als die jetzige Halle den 'Saal 'ersetzte ,,war sie von nur wenigen Haeusern umgeben . Die Finannzgeschichte ist ein anderes Lied, aber der Chor wird sich noch einstimmen.

JUL
24
Oberwolfacher, 17:09 Uhr

Kalkulation???

Beim Kindergarten war die Kalkulation ja schon komplett daneben. Ich würde mich wundern, wenn es dieses Mal klappen würde. Die Gemeinden um uns herum lachen uns schon regelrecht aus! Außerdem frage ich mich, ob es sich lohnt, solch eine teure Festhalle in die Dorfmitte zu setzen. Für die 10 Veranstaltungen im Jahr.

JUL
18
Einheimischer, 21:58 Uhr

Kosten sind unumkehrbar

Dass die Kosten bei ein so alten Gebäude fast nicht zu erfassen sind müsste eigentlich jeden einleuchten, die Flickschusterei der Vergangenheit muss nun endgültig ein Ende haben. Nur gut, dass nun mal ein anderes Büro (Kopf Steinach) zum Zuge gekommen ist, die Großprojekte der Vergangenheit gingen; vom MIMA mal abgesehen; ja Kostenmäßig immer ordentlich in die Hose, oder durch die Decke.

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