Oberwolfach - Die Diskussionen um Einsparmöglichkeiten beim Umbau der Festhalle haben die Saunafürsprecher Gerhard Rauber und Ferdinand Armbruster erneut zum Besuch des Gemeinderats veranlasst. Allerdings änderte dies nichts an der Grundsatzentscheidung des Rats, die Sauna nicht mehr zu berücksichtigen.Bereits im Rahmen der Bürgerfragestunde wurde Gerhard Rauber von Bürgermeister Jürgen Nowak die Gelegenheit eingeräumt, seinen Fragenkatalog vorzutragen. Dabei wurde ihm teils direkt geantwortet, oder er wurde auf die Erläuterungen der Planfortschreibung ohne Berücksichtigung der Sauna durch das Architektenbüro Kopf im Rahmen der Sitzung vertröstet. Gerhard Rauber betonte, dass es ihm nicht darum ginge, den Gemeinderatsbeschluss kontra Sauna in Frage zu stellen. Er wolle lediglich auf seiner Meinung nach nicht genutzte oder auch falsch berechnete Einsparmöglichkeiten von Bauausschuss und Gemeinderat, die möglicherweise gar keine sind, hinweisen. Auf einige sehr spitz formulierte Fragen hinsichtlich der Qualifikation der Gemeinderäte auf bauplanerischem Sektor und deren Einfluss im Bauausschuss wollte Bürgermeister Jürgen Nowak nicht eingehen.

Wolfgang Dieterle vom Büro Kopf erläuterte den aktuellen Planungsstand, der in einer Bauausschusssitzung von und mit Architekt Thomas Kopf bereits durchgesprochen worden war. Dabei wurden alle Einzelmaßnahmen nochmals im Plan vorgestellt und detailliert mit der jeweiligen Auswirkung auf die Kosten Schritt für Schritt nachvollzogen.

Durch den Entfall einer eigenen Heizanlage sind zunächst durch die Wärmeleitung zum Schulhaus geplante Mehrkosten in Höhe von 49 000 Euro zu verzeichnen. Trotzdem beschloss der Rat eine ganze Reihe von Einsparungen, die die geplanten Kosten in der Summe um etwa 150 000 Euro senken werden (siehe Info "Der Rat spart"). Über die Gestaltung der Außenanlage soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. In der aktuellen Gesamtbilanz kam man so auf einen Kostenstand von 2,67 Millionen Euro.

Thema im Rat war auch ein Erhalt der vorhandenen Dachkonstruktion mit einer Einsparung von 43 000 Euro. Die Mitglieder des Bauausschusses waren überein gekommen, die Erneuerung dennoch wie geplant durchzuführen. Argumente für eine offene Dachuntersicht waren bessere Dekorationsmöglichkeiten, eine verbesserte Sicht von der Empore aus und auch einfachere Umsetzung von Maßnahmen für eine verbesserte Akustik. Bevor dem so vollzogenen Planungsschnitt einstimmig zugestimmt wurde, kommentierte Gemeinderätin Erna Armbruster: "Im Bauausschuss wird Sparen sichtbar vollzogen." Bürgermeister Jürgen Nowak merkte an, dass die Planung bis Februar abgeschlossen sein muss, um den Zuschussantrag termingerecht stellen zu können.

u Minderung der Kosten durch Eigenleistung (minus 13 000 Euro); u Wegfall des Schwimmbeckens (minus 65 000 Euro); u Entfall der Sauna ohne Extralüftung, keine Warmwasseraufbereitung und keine Erhaltungskosten (minus 59 000 Euro); u Belassung des bisherigen Eingangs in das Untergeschoss (minus 22 000 Euro); u Aus der Kostenplanung herausgenommen wurde die Außenanlage (minus 37 000 Euro); u Mehrkosten durch die dezentrale Heizungsanlage (plus 49 000 Euro)