Oberwolfach "Den Neubeginn als Chance ergriffen"

Evelyn Jehle, 17.08.2012 10:00 Uhr

Oberwolfach - Die Zusammenführung der beiden Oberwolfacher Kindergärten St. Martin und St. Nikolaus geht in die letzte Runde. Nachdem die Bauarbeiten in Oberwolfach Walke bis auf minimale Arbeiten im Sanitärbereich weitgehend abgeschlossen sind, begann am Mittwoch die Einzugsphase."Wir haben für den Umzug drei Tage eingeplant, denn am Montag erwarten wir wieder die ersten Kinder, die noch für zwei Wochen im gewohnten Gebäude betreut werden", sagte Geschäftsführer Matthias Bauernfeind von der Katholischen Verrechnungsstelle in Villingen. Besonders freute es ihn, dass viele Eltern aus beiden ehemaligen Kindergärten Hand mit anlegen, unzählige Kisten und Mobiliar umzuräumen.

"Der Funke ist jetzt wohl übergesprungen und Vorbehalte zerstreut", folgerte Bauernfeind der mit Kindergarten-Leiterin Maria Künstle und ihrer Stellvertreterin Tatjana Heizmann zuversichtlich der Neueröffnung des Kindergartens St. Josef am 3. September entgegensieht. "Die vergangenen Wochen und Monate waren geprägt von der Vorbereitung der Kinder auf die neue Situation. Durch Einbeziehen in den Umzug, was ja immer aufregend ist, sind die Kinder gespannt und freuen sich", so Tatjana Heizmann, die bisherige Leiterin des Kindergartens St. Nikolaus.

Anfang Oktober wird es voraussichtlich einen Flohmarkt geben, auf dem Restposten wie Regale und Spiele erworben werden können. Die Fusion beider Einrichtungen geht weit über einen bloßen Zusammenschluss hinaus, haben sich doch Kommune und der katholische Träger St. Bartholomäus ein Familienzentrum in Oberwolfach als ambitioniertes Ziel gesetzt.

"Wir haben den Neubeginn als Chance ergriffen, neue Strukturen zu schaffen und uns völlig neu aufzustellen", stellte Bauernfeind das Konzept vor. Geplant ist zum einen, dass die Kinder zwar einer Stammgruppe zugeordnet werden, jedoch in Freispielzeit und Lernphase in sogenannten Funktionsräumen pädagogisch betreut werden.

"Tüftlerwerkstatt, Rollenspielraum und Kreativbereich sowie Schwerpunktbereiche wie Waldtag und Rhythmik", nannte Maria Künstle nur einige der zahlreichen Umgestaltungen, die sie positiv bewertete. Es sei alles sehr schön geworden, und sie freue sich darauf "endlich loslegen zu können" und den Kindern den geschaffenen Platz zu übergeben. Darüber hinaus wird mittelfristig angestrebt, Bildungsangebote mit anderen freien Trägern wie Caritas oder auch Vereinen zu offerieren. "Zudem sind thematische Elternabende vorstellbar, die von der Baby-Massage bis zu elementaren Motiven wie Sterben und Tod zum Inhalt haben können", zeigte Bauernfeind das breite Spektrum auf, den das offene Konzept biete. Die Bereitschaft des Trägers und vor allem der Kommune, sich kompromissbereit auf die Bürger zuzubewegen habe sich gelohnt.

 
 
Kommentare (1)
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AUG
19
Arnold, 23:58 Uhr

Wenn die Kinder mal

Ja, wenn die Kinder im Kindergarten sind, ist alles dafuersprechend und habe Vertrauen zum bestehendem Team .Ausserhalb(Transport der Kinder) des Kindergartens weiss ich nicht ,wie das geregelt wird -oderr geregelt worden ist.Ich habe es noch nicht im Schwabo gelesen ,vielleicht verpasst.Trotz Allem waere ein klaerendes Wort gut, um alle Zweifel zu beseitigen,wie der Artikel, der Hoffnung gibt.