Oberwolfach Außenanlagen sorgen für viel Arbeit

Markus Adler , 24.05.2012 10:02 Uhr

Oberwolfach - Wie soll der Außenbereich für den gemeinsamen Kindergarten an der Walke gestaltet werden? Nach erneut gut 90-minütiger Beratung im Gemeinderat plus Verlängerung sind die Vorstellungen allerdings nur schrittweise vorangekommen.Die Landschaftsarchitektin Alexandra Stöhr stieß zunächst mit ihrem Vorschlag nur auf wenig Gegenliebe, die 20kv-Leitung über einer Teilfläche vorsorglich abbauen zu lassen. Nächstes Thema war die Gestaltung des Platzes vor dem Kindergarten: Für den Bus wird eine Wendefläche eingezeichnet werden, am Rand werden sieben Kurzzeit-Parkplätze entstehen, die für Kinder bringende oder holende Eltern gedacht sind.

Die angedachten Parkplätze für das Kindergartenpersonal auf der bisherigen Grünfläche an der Kirche wurden geo­pfert und sollen nun für den Kindergartenbereich Verwendung finden. Die Meinung aller Beteiligten: Parkplätze seien eigentlich in ausreichender Form vorhanden – notfalls auch noch in der Ringstraße oder zwischen Kirche und Rathaus.

In der Diskussion zwischen den Wünschen des Kindergartens und der Anwohner prallten dann doch die unterschiedlichen Interessen doch relativ deutlich aufeinander: Ein Fußweg von Ringstraße und als Querverbindung wurde für gut geheißen, doch wird dieser entgegen der ursprünglichen Planungen nicht beleuchtet werden. Der Kleinkindbereich muss an den eigentlichen Krippenbereich im Kindergarten angrenzen, erläuterte Geschäftsführer Matthias Bauernfeind von der katholischen Verrechnungsstelle in Villingen.

Aus den vorhandenen Zwängen mit dem engen Platzangebot hat sich Planerin Alexandra Stöhr an die Prämisse gehalten: "Von allem ein bisschen was, damit sich die Kinder etwas aussuchen können." Weil nicht nur die Gemeinderäte beim Blick auf den Kostenvoranschlag mit mehr als 200 000 Euro für den Außenbereich geschluckt hatten, regte Matthias Bauernfeind in der Diskussion an: "Wir sind bereit, ein Spielgerät aus geleisteten Spenden zu beschaffen. Außerdem ließe sich dies alles auch Stück für Stück verwirklichen. Es lässt sich auch Geld sparen, wenn die Geräte von den Firmen selbst aufgestellt werden."

Nach dem vorgerechnet wurde, dass ein öffentlich zugänglicher Spielplatz auf dem Kindergartengelände rund 10 000 Euro jährlich an Personalkosten zusätzlich bedeutet, setzte sich die Ansicht durch, die öffentlichen und Kindergartenbereiche räumlich klar zu trennen. Matthias Bauernfeind: "Wir bekommen das vorgeschrieben und haben da keinen Spielraum."

Die Anwohner der Ringstraße machten nochmals ihre Position klar, dass sie zwar den Kindergartenumbau unterstützen, aber mehr als nur einen Alibi-Ausgleich für den wegfallenden Spielplatz wünschen. Daher opferte der Gemeinderat nach längerer Debatte den bestehenden Heckenbereich als natürliche Abgrenzung für den Großsoielbereich, weil ansonsten für den neuen Spielplatz nur eine zu pachtende Hangfläche als Ausgleich geblieben wäre. Nun soll der große Spielbereich um etwa fünf bis sechs Meter zugunsten des öffentlichen Areals verschoben werden, was nochmals erheblichen Planungsaufwand zur Folge hat.

Allerdings drängt nun akut die Zeit, da die Ausschreibung eigentlich demnächst bereits fertig sein müsste. Ein anderer Knackpunkt sind die Kosten, denn nach den stolzen 212 000 Euro für den Außenbereich wird noch einiges abgespeckt werden müssen, damit dieser Entwurf auf Zustimmung im Rat stoßen wird.

 
 
Kommentare (2)
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JUN
05
Oberwolfacher, 10:38 Uhr

Hausaufgaben vorher erledigen

Hätte die Gemeinde und die Gemeinderäte Ihre Hausaufgaben doch nur vor der Abstimmung gemacht - wäre es soweit nicht gekommen!!!

MAI
24
Arnold, 23:48 Uhr

Kigaoberwolfach

Ich glaube alle Kostenaufstellungen,die vorher im den Koepfen waren,gehen langsam in die Hosen.Nach einem gelungenem Wurf sieht das nicht aus -die Entscheidung des Kindergartens an der Walke.Man hofft wohl auf ein neues guts Holzjahr,das durch die steigenden Preise gemacht wird, ueber die wir schimpfen.Manche werden sich den Kopf schuetteln ueber das, was da ablaeuft !