Von Christoph Bay

Oberreichenbach. Die Verabschiedung des Haushaltsplanes fürs Jahr 2013 ist laut Lucas Hansen das Königsrecht des Gemeinderates. Der bisherige Oberreichenbacher Kämmerer, er ist nach Bad Liebenzell gewechselt, stellte bei der jüngsten Ratssitzung das von ihm erarbeitete Zahlenwerk vor.Die Eckdaten zeigen, dass die erreichten und angestrebten Ziele für die Gemeinde gute Zahlen und Aussichten vermitteln. Bei der Zuführung sind Verbesserungen erreicht, ein Plus von 125 000 Euro. Der Haushalt 2013 stellt im Vergleich zum Vorjahr ein Sparpaket dar, wobei der Investitionshaushalt um 1,7 Millionen Euro geringer ausfällt. Eine geringe Erhöhung der Hundesteuer fällt an, während sich die Personalkosten geringer als im Vorjahr darstellen. Lucas Hansen: "Der kamerale Haushalt weist keine Neuverschuldung aus, auch wenn im Eigenbetrieb Wasserversorgung eine Fremdfinanzierung erforderlich ist."

In Zeiten allgemein steigender Kosten zeigt die Kurve der Zuweisungen, für die Gemeinde Oberreichenbach enorm wichtig, stetig nach oben. Der Anstieg, der bereits Mitte des Jahres 2011 begonnen hat, setzt seine Kurve fort. Das ist ebenso fürs Jahr 2013 zu erwarten.

Eine Kurve, die Hansen gerne zeigt, betrifft die Entwicklung des Schuldenstandes. Mit einem Ausreißer 2006 zeigt die Linie seit dem Jahr 2000 stetig abwärts, so dass bei erfolgter Umsetzung des kommenden Haushaltsplanes die Schulden auf einen Stand unter 800 000 Euro gefallen sein werden

Das Investitionsvolumen des kommendes Jahres kann sich sehen lassen. Ein großer Teil der insgesamt 1,35 Millionen Euro geht in den Begegnungsraum in Oberkollbach (540  000 Euro), während es im Abwasserbereich der Sammlerbau Calmbach sowie die Fremdwasserbeseitigung Kollbachtal zusammen auf 463 000 Euro bringen. Der Betrag fürs neue Feuerwehrmagazin fällt dagegen mit 120 000 Euro fast gering aus.

Kontinuierliche Verhältnisse weist der Eigenbetrieb Wasser in Oberreichenbach auf. Hansen dazu: "Das Wasser selbst stellt eigentlich kein Problem dar, nur sind die Verluste im Gemeindebereich überdurchschnittlich hoch." Trotz intensiver Suche nach möglichen Lecks sind die Wasserverluste einfach nicht wegzubringen. Ein Grund dafür ist die große Ausdehnung des Wassernetzes über vier Ortsteile, wozu eben auch eine Vielzahl von Leitungen gehört. So ist das Risiko, dass es zu Wasserrohrbrüchen kommt, weitaus höher, als in einer enger bebauten Stadt.

Bei drei Enthaltungen hat der Gemeinderat den Haushaltsplan 2013 ohne Gegenstimme verabschiedet.