
Von Steffi Stocker
Oberreichenbach-Würzbach. Unter dem Weihnachtsbaum in Würzbach versammelten sich zahlreiche Gäste mit und ohne Instrument. Gemeinsam pflegen Musiker und Publikum das traditionelle "Musizieren unter dem Weihnachtsbaum".
Die Idee der Formation "Würzbacher Blech" unter der Leitung von Dagmar Kistner lockt jedes Jahr die Bevölkerung auf den Platz vor dem ehemaligen Rathaus. "Ich freue mich, dass wieder viele ein Instrument dabei haben", so Dagmar Kistner. Ein Orchester von Blockflöte und Posaune bis zur Trompete und anderen hatte sich zusammengefunden. Und das Publikum sorgte für Unterstützung mit Rhythmusinstrumente.
Gerne stimmten die Besucher zudem in die Weihnachtslieder ein. Ganz ruhig wurde es indes, wenn Lea Ammertal mit Beiträgen die Stimmung bereicherte. Sie hat ein österreichisches Gedicht eigenem Vernehmen nach ins Schwäbische umgeschrieben. Rührend ließ sie bei der Rezitation die Gäste an der Geschichte eines Engelchens teilhaben, das zum ersten Mal mit dem Christkind auf die Erde kam, sich dabei aber eine Erfrierung einer Zehe einhandelte. Auch eine eher burschikose Geschichte von armen Arbeitern, die mit einem vermeintlich üblen Scherz einem Mann die Ängste nahmen und dann doch schöne Weihnachten feierten, berührte die Zuhörer. Und so brachten am Ende alle ihre Ehrfurcht zur Heiligen Nacht zum Ausdruck, deren Einstimmung mit einem kleinen Umtrunk abgerundet wurde.