Oberreichenbach Mit dem Fahrrad sicher zur Schule

Schwarzwälder-Bote, 28.06.2012 05:00 Uhr

Von Daniel Häfele Oberreichenbach-Würzbach. Vor zehn Jahren hat es die ersten Überlegungen gegeben – jetzt wurde der Radweg zwischen Würzbach und Agenbach offiziell eröffnet. Damit ist eine große Lücke im Wegenetz des Landkreises Calw geschlossen worden.Voller Vorfreude steigen die ABC-Schützen der Würzbacher Grundschule auf ihre Fahrräder. Wohl selten blicken Kinder so glücklich drein, wenn es ums Radeln geht. Aber heute wird Fahrradfahren beinahe zum Großereignis. Schließlich fährt man nicht alle Tage mit Landrat Helmut Riegger durch's Ländle.

Und so können es die Kinder kaum erwarten bis Riegger, Oberreichenbachs Bürgermeister Karlheinz Kistner und Neuweilers Rathauschef Martin Buchwald das gelb-rot gestreifte Band durchgeschnitten haben. Mit wenigen Schnitten ist das Band durchtrennt und ruckzuck treten alle in die Pedale – selbst Riegger und Kistner lassen sich dies nicht nehmen. Auf geht's über den neuen Radweg entlang der K 4325 in die Nachbargemeinde Agenbach.

"Es wäre ein Fehler gewesen, wenn wir den Radweg nicht gebaut hätten", sagte Kistner. Denn gerade für Schüler der Grundschule Würzbach sei dies eine wichtige Verbindung. Als es den asphaltierten Weg noch nicht gab, mussten die Sprösslinge entweder über Umwege oder auf der stark befahrenen Straße nach Agenbach beziehungsweise Würzbach mit ihren Rädern fahren.

Dieser Meinung schloss sich auch Landrat Riegger an: "Die Kinder sollen sicher zur Schule kommen", sagte er. Deshalb habe der Kreis Calw auch hierfür gerne "das Geld in die Hand genommen".

Die vier Kilometer lange und 2,50 Meter breite Strecke hat insgesamt 745 000 Euro gekostet. Finanziert wurde das Projekt vom Land Baden-Württemberg, dem Kreis Calw sowie den Gemeinden Oberreichenbach und Agenbach. Die beiden Gemeinden werden den asphaltierten Weg unterhalten.

Auch Neuweilers Bürgermeister Buchwald zeigte sich mit der neuen Strecke für Radfahrer sehr zufrieden: "Das ist eine tolle Sache für unsere Familien". "Aber ich habe auch eine Träne im Auge", sagte er bei der Eröffnung weiter. So würden sich auch die Rennradfahrer einen besseren Weg wünschen.

Damit die Schüler künftig nicht nur einen sicheren Weg zur Schule haben, sondern auch mit sicheren Rädern unterwegs sind, prüfte Peter Beckmann vom ADFC die kleinen Drahtesel auf Sicherheitsmängel. Dabei nahm er unter anderem die Bremsen, Gangschaltung und das Licht unter die Lupe. Somit dürfte einem sicheren Weg zur Schule ab sofort nichts mehr im Wege stehen.

 
 
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