Oberreichenbach Kindergarten-Umtopfung macht Sinn

Schwarzwälder-Bote, 02.05.2012 04:00 Uhr

Von Christoph Bay

Oberreichenbach. Wegen der mittelfristig notwendigen Erneuerung der Räume des Würzbacher Kindergartens, auf etwas mehr als 100 000 Euro veranschlagt, ist der Gedanke aufgekommen, den Kindergarten ins Gebäude der Grundschule zu verlagern. Wegen künftig wohl geringerer Kinderzahlen im Schul- und Vorschulbereich macht dieser Gedanke Sinn. Bürgermeister Karlheinz Kistner stellte die Überlegungen einer Gesprächsrunde vor, wobei er heraushob, dass die notwendigen Renovierungskosten wohl zu gering eingeschätzt seien und dazu ein barrierefreier Kindergarten am bisherigen Ort baulich und finanziell auch nicht darstellbar sei. Am Erörterungsgespräch waren Vertreter der Verwaltung, Kirchengemeinde, des Kindergartens, der Grundschule und des Ratgremiums beteiligt.

Die Verlagerung des Kindergartens in die Räume der Grundschule erscheint sinnvoll und machbar, so dass eine Machbarkeitsstudie empfohlen wurde. Diese Studie ist vom Gemeinderat einstimmig beschlossen und an den Höfener Architekten Fritz Heintel vergeben worden.

Die Erweiterung der alten Friedhofhalle Würzbach hat sich nach den Planungsvorlagen des Architekten Johannes Schwarz zu einem ungewissen Projekt verändert. Bürgermeister Kistner: "Im Verhältnis zu der eher geringen Nutzung erscheint der Preis deutlich zu hoch." Dazu geht Ratsmitglied Georg Burkhardt davon aus, dass die angesetzten 5000 Euro für die parallele Sanierung des denkmal-geschützten Altbaus zu niedrig erscheinen: "Ich befürchte, dass die Gesamtkosten der vorliegenden Planung auf etwa 130 000 Euro steigen werden. Das ist zu viel."

Architekt Schwarz zur Baukostenschätzung: "Eine betonierte Bodenplatte ist relativ teuer. Eine alternative Lösung wäre ein Pflasterbelag sowie ein nicht völlig geschlossener Neubau." Ob diese Einsparung allerdings die Gesamtkosten stark fallen lässt, erscheint unwahrscheinlich. Es ist vor einem Beschluss, der dem Gremium vorliegende Vorschlag wird zurückgenommen, noch ein Gespräch zwischen Denkmalamt und Archtitekt Schwarz nötig, um auszuloten, was mit dem alten Gebäude möglich ist. Der Grundtenor zur Erweiterung der Friedhofhalle bleibt aber: "Für die relativ geringe Zahl der jährlichen Bestattungen in Würzbach sind die zu erwartenden Kosten viel zu hoch."

Der Beschlussvorschlag zur Abrundungssatzung Ortszentrum Oberkollbach ist bei drei entschuldigt fehlenden Gemeinderäten mit acht Stimmen bei vier Enthaltungen beschlossen worden. Der Entwurf der Abrundungssatzung, Fassung 6. Februar, wird um die vorliegenden Änderungen ergänzt und erneut öffentlich ausgelegt. Stellungnahmen dazu dürfen nur noch zu den geänderten oder ergänzten Teilen des Entwurfs vorgebracht werden.

 
 
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