Von Steffi Stocker

Oberreichenbach. Ernüchterung machte sich unter den Beteiligten einer örtlichen Verlagerung des Würzbacher Kindergartens breit. Nachdem eine Machbarkeitsstudie mit den Baukosten vorliegt, hat der Gemeinderat dieses Vorhaben aber auf Eis gelegt.

"Wir könnten mit Zuschussgeld von 70 000 bis 120 000 Euro rechnen", so Bürgermeister Karlheinz Kistner, diesem stünden aber Gesamtkosten von 470 000 bis 600 000 Euro gegenüber. Dies ist das Ergebnis von sechs Varianten, die der Höfener Architekt Fritz Heintel erarbeitet hat. Seit Anfang des Jahres berieten Gemeinderat, Erzieherinnen, Schulleitung und Elternvertreter über den Umzug. "Eigentlich sind wir alle von diesem Projekt überzeugt, das aber nur sinnvoll ist, wenn an die Grundschule angebaut wird", so Kistner. Mit Blick auf Veränderungen sowohl in der Kindergarten- als auch Schullandschaft lägen zudem pädagogische Gründe für eine Nähe zur Schule auf der Hand. Doch die Kosten sind einfach zu hoch.

"Wir sollten das Vorhaben im Auge behalten, um unter anderen Bedingungen reagieren zu können", regte Rüdiger Pfrommer an. Kristian Klein pflichtete ihm bei, zumal mit der Vorarbeit ein erheblicher Planungsteil erledigt sei. Ein Zeitfenster für die Umsetzung der Verlagerung wurde allerdings nicht genannt.