Oberreichenbach Gemeinschaftsgefühl ermöglicht Bau
Schwarzwälder-Bote, 20.06.2012 04:30 Uhr
In Oberreichenbach feierten die kirchliche und die weltliche Gemeinde den Anbau der Lukaskirche. Foto: StockerFoto: Schwarzwälder-Bote
Von Steffi Stocker
Oberreichenbach. Zahlreiche Gäste versammelten sich an der Lukaskirche in Oberreichenbach: Nach mehr als einem Jahr Bauzeit weihte die evangelische Kirchengemeinde den Anbau an das Gotteshaus ein.
Das Gebäude prägt künftig das Leben in der Gemeinde, das im Zeichen der Begegnung steht. "Er ist kein Kloster, sondern bietet Räume ohne Grenzen zwischen geistlichen und weltlichen Veranstaltungen", stellte Pfarrer Klaus Sindlinger fest und ging auf den offenen Charakter des Hauses ein. Im Vorfeld hatte er die Entwicklungsphase Revue passieren lassen. Das 1968 erbaute Gotteshaus hatte an der Westseite deutliche Spuren der Zeit aufgewiesen. "Mit Partner kommt man weiter", gab Sindlinger die Devise für das Gemeinschaftsprojekt von Kirchengemeinde und Kommune aus, denn beide wollten einen Raum für Begegnungen schaffen.
"Echt gut, echt spitze, echt okay", griff Bürgermeister Karlheinz Kistner den Slogan der Konfirmanden auf und zollte Anerkennung für die stolze Leistung. "Der Anbau ist eine großartige Gemeinschaftsleistung, getragen von einem Gemeinschaftsgefühl", lobte Kistner das Engagement. Eine gelebte Bürgergesellschaft ist das Gebäude für den CDU-Landtagsabgeordneten Thomas Blenke. "Es gibt nur wenige Projekte dieser Art", würdigte er die Kooperation von Kirche und Kommune, die einen Zuschuss des Landes ermöglichte.
"Durch Gottes Hilfe und Menschen Hände kommt manch schweres Werk zum Ende", stellte Albrecht Volle eine Redensart über die Einweihung. Der Architekt zollte der großen Eigenleistung der Bevölkerung Respekt und Wertschätzung. Er freute sich über die enge und konstruktive Zusammenarbeit mit den Beteiligten, allen voran Jürgen Kappler und Thomas Seyfried. Gleichzeitig machte Volle auf das markante Glasfenster im neuen Raum aufmerksam. "Es lagerte schon einige Jahre in einer Garage und kommt nun zur Geltung", lenkte er den Blick auf ein Geflecht von Linien und Farben, das ebenfalls den Charakter der Begegnung symbolisiere.


