Oberreichenbach. Irmgard Albrecht als Organisatorin des Pflegekurses begrüßte die knapp 40 Anwesenden zur feierlichen Zertifizierung und gab einen kurzen Rückblick auf den Kurs mit 17 Abenden sowie einer Exkursion.

Anschließend informierte Maria Hensler von "Hilfe von Haus zu Haus" aus Gaienhofen am Bodensee über ihren Verein. Man habe es sich zur Hauptaufgabe gemacht, älteren Menschen derart zu helfen, dass die Senioren so lange wie möglich zu Hause bleiben können. Gleichzeitig werden damit pflegende Angehörige entlastet. Aber auch Kleinkindbetreuung, Organisation von Feierlichkeiten, Mittagstisch für Schüler und ältere Menschen oder Vermittlung von "Helfenden Händen" werden in Gaienhofen angeboten. Im Verein sind etliche Frauen mit einem 400-Euro-Job. Ingrid Engelhardt, Geschäftsführerin von Spes, war 2009 eine der Gründerinnen von Lebensqualität durch Nähe (LQN) in Oberreichenbach, sie lobte die vielfältigen Aktivitäten, die daraus entstanden sind und auch weiter entstehen. Auch sie betonte, dass ältere Menschen nicht in großen Heimen gepflegt werden, sondern möglichst lange das Gefühl haben wollen, gebraucht zu werden. Deshalb sei Oberreichenbach in diesem Beziehung auf einem guten und familienfreundlichen Weg.

Deborah Höfflin aus Oberkollbach möchte aus dem Pflegekurs möglichst viele Mitglieder gewinnen, die einen neuen Verein nach dem Vorbild von "Hilfe von Haus zu Haus" gründen. Das Wohlwollen des Gemeinderats mit 10 000 Euro Starthilfe liege bereits vor. Die Vereinsgründung wird voraussichtlich Anfang des nächsten Jahres stattfinden. Wer mitmachen möchte, könne sich jederzeit melden.

Der Hauptpunkt des Abends wurde von Irmgard Albrecht moderiert. Sie überreichte den 27 Frauen und Männern die Zertifikate über den Pflegekurs. Mit einem besinnlichen Gedicht, vorgetragen von Brigitte Lawrenz, ging diese Zertifizierung zu Ende.

Worte von Bürgermeister Karlheinz Kistner und Deborah Höfflin beendeten den offiziellen Teil des Abends.