Obernheim Es findet sich kein Ritter Konradin

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Bei der Mitgliederversammlung der Hexenzunft Obernheim hat Zunftmeister René Schatz mehrjährige Mitglieder zu Ehrenmitglieder mit Urkunde ernannt: Willy Dächert, Lucia Dreher, Wolfgang Grund, Eugen Mauthe und Berthold Moser. Eine besondere Ehrung erhielt für 40 Jahre treue, aktive Mitgliedschaft Berthold Moser. Seit 25 Jahren halten die Treue Hans-Ulrich Fechner, Rainer Gehring, Reiner Gehring, Peter Junker und Andrea Moser. Den kleinen Hexenorden erhielten Monika Maier und Bruno Mauthe. Das Bild zeigt links Zunftmeister René Schatz zusammen mit den Geehrten. 13 weitere zu ehrende Mitglieder waren nicht anwesend. Foto: Hoffmann Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Volkmar Hoffmann Obernheim. Die Obernheimer Fasnet hat heuer ein besonderes Problem: Nach langer und aufwändiger Suche gibt es momentan keine Nachfolge für das ausscheidende Ritterpaar. Das bemängelte Zunftmeister René Schatz bei der Mitgliederversammlung.Dabei waren viele Narren gekommen, neugierig darauf, wer das Amt als Ritter Konradin mit Gemahlin für die nächste Saison bekleidet. Doch Schatz, der zunächst über das Geschehen der Obernheimer Hexenzunft informierte, musste einräumen, dass es für die Hexenzunft derzeit sehr schwer sei, ein geeignetes Paar für die gesamte Fasnetszeit zu finden.

Dabei spielt das Ritterpaar eine zentrale Rolle in der Obernheimer Fasnet. "Die Zeiten haben sich geändert", sagte Schatz: Die Mitglieder interessierten sich für andere Freizeitaktivitäten. Er appellierte, dass jeder in der Hexenzunft benötigt werde: "Wir alle zelebrieren die Obernheimer Fasnetsbräuche." Solle es doch auch 2013 wieder eine Fasnet geben in voller Pracht. Wenn sich kein Bewerber finde, gebe es auch keinen passenden Hofstaat.

Ein Jahr lang hat Tintenmeisterin Petra Moser die Geschehnisse der Zunft aufgeschrieben und brachte sie bei der Versammlung nochmals in Erinnerung.

Sie hob dabei die Teilnahme beim Staatsempfang in Stuttgart hervor. Säckelmeister Frank Stehle rechnete mit einem soliden Finanzstand die Kasse ab.

Bürgermeister Josef Ungermann dankte der Hexenzunft für das große ehrenamtliche und wichtige Engagement im Ortsleben und wünschte, dass das wichtige Amt der "Historischen Gestalt Ritter Konradin mit Gemahlin" besetzt wird.

Nach 15 Jahren Arbeit als Vizechef und viel Herzblut im Gewand des Teufels gab Rolf Weiß das Amt ab. Nachfolger ist als einziger Kandidat Alex Russig.

Er wurde für fünf Jahre gewählt. Auf sein bisheriges Amt im Zunftrat rückte Günther Moser nach. Der war schon einmal Zunftmeister, ist tief in die Obernheimer Fasnet verwurzelt und bekleidet mit Berthold Moser das Amt als "Narreneltern". Wiedergewählt wurde Otto Moser als Oberrichter im Hofgericht. Im Anschluss überreichte René Schatz der Kirchengemeinde für ihr "St. Afra-Jubiläum" einen Spendenscheck in Höhe von 250 Euro, den der stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Günther Moser, dankend entgegennahm.

Das Geld kommt dem neuen Kindergarten zugute. Die Versammlung endete mit fröhlichen musikalischen Beiträgen und einer Tombola.

Die Obernheimer nehmen am großen Narrentreffen in Laufenburg Deutschland/Schweiz am 26. und 27. Januar bei der Altfischerzunft teil.

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