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Obernheim Den Nachwuchs an Arbeit heranführen

Schwarzwälder-Bote, vom 16.01.2012 20:06 Uhr
Stabile Seitenlage: Beim Jugendrotkreuz lernen die Teilnehmer Maßnahmen der Ersten Hilfe. Derweil werden die Betreuer sich noch in diesem Jahr zum Jugendgruppenleiter ausbilden lassen. Sie hoffen, dass noch weitere Kinder und Jugendliche zur Truppe stoßen. Angefangen haben sie mit drei Mitgliedern, jetzt sind es sieben. In diesem Jahr werden sie noch einmal werben – mit Handzetteln, Plakaten und einem eigenen Stand beim Jubiläum der DRK-Bereitschaft, und sie werden an die Obernheimer Grundschule gehen. In  
Zukunft ist auch eine Zusammenarbeit mit der Obernheimer Jugendfeuerwehr geplant.  
Foto: Holbein Foto: Schwarzwälder-Bote
Stabile Seitenlage: Beim Jugendrotkreuz lernen die Teilnehmer Maßnahmen der Ersten Hilfe. Derweil werden die Betreuer sich noch in diesem Jahr zum Jugendgruppenleiter ausbilden lassen. Sie hoffen, dass noch weitere Kinder und Jugendliche zur Truppe stoßen. Angefangen haben sie mit drei Mitgliedern, jetzt sind es sieben. In diesem Jahr werden sie noch einmal werben – mit Handzetteln, Plakaten und einem eigenen Stand beim Jubiläum der DRK-Bereitschaft, und sie werden an die Obernheimer Grundschule gehen. In Zukunft ist auch eine Zusammenarbeit mit der Obernheimer Jugendfeuerwehr geplant. Foto: Holbein Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Christoph Holbein

Obernheim. Für Pascal ist es "interessant": "Da lerne ich, wie ich jemandem helfen kann." Der 14-jährige kniet neben dem "Verletzten", fühlt den Puls und überprüft die Atmung. Bei der neuen DRK-Jugendgruppe geht es heute um die stabile Seitenlage.

"Das Herz schlägt noch", stellt Pascal fachkundig fest. Ihm macht es Spaß in der wieder gegründeten Jugendgruppe der DRK-Bereitschaft Obernheim/Oberdigisheim – später will er mal in den Rettungsdienst überwechseln.

Genau jenes verfolgen das Rote Kreuz und Bereitschaftsleiter Thorsten Scheurer: "Wir wollen den Nachwuchs heranführen, wollen für die Bereitschaft auch wieder einen personellen Unterbau, damit es möglich ist, die Arbeit weiter zu machen." Für Scheurer ist es deshalb "positiv", dass es nun wieder eine Jugendgruppe gibt und junge Helfer auf die Tätigkeit im Roten Kreuz vorbereitet werden: "Fernziel ist, dass wir 40 bis 50 Prozent der Jugendlichen in den aktiven Dienst übernehmen."

So will auch Maralena beim DRK bleiben und später im Sanitätsdienst mitwirken. Die 15-Jährige hat "schon einiges gelernt" und bislang nicht bereut, dass sie im vergangenen Jahr zu der Truppe dazugestoßen ist: "Mir gefällt alles." Zu lernen, wie sie Menschen, die verletzt sind, hilft, ist für die Meßstetter Realschülerin auch aus dem Grund wichtig, weil sie später einen sozialen Beruf ergreifen möchte.

Seit September 1990 hatte es schon einmal in Obernheim ein Jugendrotkreuz gegeben – bis vor rund zwei Jahren, erinnert sich Daniel Seifriz. Der 19-Jährige leitet zusammen mit der gleich­altri­- gen Sabrina Müller die wieder ins Leben gerufene Gruppe: "Wir fanden es schade, dass es dieses Angebot nicht mehr gab und haben uns überlegt, das wieder auferstehen zu lassen." So starteten die Beiden mit ihrem Projekt am 1. Oktober vergangenes Jahr und haben mittlerweile mit Lisa (17) und Sarah Seifriz (21) zwei weitere Helfer für die momentan sieben Gruppenmitglieder im Alter von acht bis 15 Jahren dazu gewonnen.

Alle 14 Tage – immer samstags von 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr – trifft sich der Rot-Kreuz-Nachwuchs im Haus der Vereine in Obernheim. An diesem Nachmittag geht Leiterin Sabrina mit den Teilnehmern zunächst durch, wie ein Notruf abzusetzen ist. Dann üben alle gemeinsam die stabile Seitenlage. Für diese Themen orientieren sich die Betreuer an den DRK-Unterrichtsmaterialien in Sachen Erste Hilfe und schneiden diese kindgerecht auf die Jugendlichen zu.

Daniel legt sich als Übungsobjekt auf die Matte. Tabea ist an der Reihe. Die Neunjährige möchte später Tierärztin werden und weiß: "Dafür bekomme ich hier gute Grundlagen." Lisa und Sarah helfen, geben Tipps, heben mit an, korrigieren – "ein bisschen liebevoller..." – und loben. Sabrina ist zufrieden: "Die Jugendlichen sind mit Elan und großem Interesse dabei." Jedoch "könnten es schon noch mehr sein: 15 Kinder wären klasse". Das wünscht sich auch Leiter Daniel. "Mit unseren Schützlingen lässt sich schaffen", sagt er: "Die Kinder sind wissbegierig, fragen nach, machen mit und kommen immer wieder gerne."

Bei den künftigen Zusammenkünften – das nächste Treffen ist am 28. Januar, wieder ab 14.30 Uhr – wollen die Teilnehmer auch miteinander spielen und einen Ausflug soll es geben. Die Kinder äußern, worauf sie Lust haben. Sabrina schreibt die Ideen auf.

Dann ist die Stunde zu Ende. Während die Kinder nach Hause gehen, besprechen die Helfer, was gut war, was zu verbessern ist – Fazit: "Die Kinder haben gut mitgemacht und werden immer besser."

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