Oberndorf a. N. Überkonfessionelle Arbeitsgruppe

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Zum jährlichen Austausch treffen sich die Kirchengemeinderäte beider Gemeinden. Foto: Kirchengemeinde Foto: Schwarzwälder-Bote

Oberndorf. In der evangelischen Stadtkirche haben sich die gewählten Vertreter der katholischen und protestantischen Kirchengemeinden zu ihrem jährlichen Austausch getroffen. Auf dem Programm standen die Entwicklung des ökumenischen Miteinanders und die Beleuchtung der bestehenden gemeinsamen Projekte wie Tafelladen, Sozialstation und Hospizdienst.

Mit Blick auf die aktuelle Flüchtlingssituation wurde die Bildung einer Arbeitsgruppe vereinbart, die weitere Hilfsangebote konzeptionell entwickeln und deren Umsetzung begleiten soll. Rebecca Metzger (Klarinette) und Michael Link (Klavier) verwöhnten die beiden Gremien während der öffentlichen Sitzung mit musikalischen Höhepunkten. Torsten Zühlsdorff, Vorsitzender des evangelischen Kirchengemeinderats (KGR), eröffnete den Abend. Er machte deutlich, dass der momentane gesellschaftliche Wandel stellenweise ein Tempo aufgenommen habe, bei dem viele Menschen nicht mehr mithalten könnten.

Freiheit eines Christenmenschen

Pfarrer Gerhard Romppel führte aus, dass das 20. Jahrhundert eine Zeit des Umdenkens gewesen sei: "Die Kirchen bewegten sich aufeinander zu, suchten nach Gemeinsamkeiten und wollten Trennendes überwinden." Wenn im Jahr 2017 der Ereignisse der Reformation gedacht werde, sei es wichtig, den Gedanken von der Freiheit eines Christenmenschen auch außerhalb kirchlicher Räume plausibel zu machen. Diesen Aspekt griff der zweite Vorsitzende des katholischen KGR Altoberndorf, Reinhold Schwanzer, auf. Die obersten Repräsentanten der Kirche sollten auf das überkonfessionelle und überaus fruchtbare christliche Miteinander an der Basis schauen. Gemeinsame Einschulungsgottesdienste, die ökumenische Bibelwoche, Erntedank und evangelische Gottesdienste in der katholischen Kirche Altoberndorf wurden dabei besonders herausgehoben. Dies alles sei eine "gelebte Selbstverständlichkeit", unterstrich sein Beffendorfer Amtskollege Paulus Kolb.

Wolfgang Hauser, Vorsitzender des katholischen KGR, beleuchtete mit Tafelladen und den langjährigen gemeinsamen Sitzungen weitere überkonfessionelle Projekte. Pfarrer Albrecht Zepf betonte noch einmal, dass der Glaube dazu die notwendige Basis darstelle. Pastoralreferentin Helga Dlugosch griff diesen Gedanken mit Blick auf die örtliche Flüchtlingssituation auf. Dank dem bewundernswerten Einsatz der Initiative "Offene Hände" sei für das Lebensnotwendige der Hilfesuchenden gesorgt. Jetzt sollte den Menschen zusätzlich so geholfen werden, damit ihnen auch ein Ankommen im Alltag möglich werde: die aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Miteinander. Zu diesem Zweck wurde die Bildung einer überkonfessionellen Arbeitsgruppe beschlossen, die diese Gedanken weiterführen und umsetzen soll.

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