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Oberndorf a. N. In Oberndorf fehlt die kreative Szene

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Seit Sommer vergangenen Jahres führt Frank Radynski die Geschäfte des BWA in Baden-Württemberg Foto: RS Foto: Schwarzwälder-Bote

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Von Karin Zeger

Oberndorf. In der Schantlekapelle spielt er die kleine Trommel, in der Wirtschaftsförderung haut er gerne mal auf die Pauke: der Oberndorfer Frank Radynski.

Er ist erster Ansprechpartner für Gründer und Landesgeschäftsführer des Bundesverbands für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft.

Auf seine Initiative hin rief der Oberndorfer Handels- und Gewerbeverein 2012 den "Gründerpreis" ins Leben. Dieser Wettbewerb sei als Auftaktveranstaltung für eine Gründerinitiative des HGV gedacht gewesen. "Beim Vorsitzenden Rüdiger Kirn gibt’s beispielsweise immer noch Gutscheine für eine kostenlose Gründer-Beratung", erinnert der Inhaber von "Radynski & Schäfer" in Leonberg. Die Nachfrage halte sich allerdings in Grenzen.

Gerade in Städten mit viel Leerstand, sind die Erfahrungen von Gründer-Experten wie Radynski Gold wert. In Oberndorf beispielsweise fehlt Radynski die "Kreativ-Szene". Hier sieht er Potenzial. "Auch Social-Media ist nach wie vor ein Thema." Pfiffige, ausgefallene Pläne kommen ihm gerade recht, um in Form gegossen zu werden. Das Problem in seiner Heimatstadt sei, dass es viele "Bedenkenträger" gäbe. "Gründer haben’s hier wirklich nicht leicht." Dass auch hier Ausnahmen die Regel bestätigen, zeige sich am Jungunternehmer Steffen Schneider und seinem Fitness-Studio. Er hat 2012 auch den Gründerpreis gewonnen.

"Uns reicht die Geschäftsidee, den Rest machen wir", erklärt Radynski seine Berufung. Der Oberndorfer, Jahrgang 1962, möchte niemanden in die Selbstständigkeit drängen, doch seine Begeisterung und Professionalität haben schon viele angesteckt und überzeugt. Für ihn selbst sei der Weg in die Selbstständigkeit die zweitbeste Entscheidung seines Lebens gewesen. "Die beste war meine Frau zu heiraten."

Nach einer Lehre als Groß- und Einzelhandelskaufmann bei einer Oberndorfer Firma, war er beim Sparkassenverlag angestellt, bevor er sich vor sechs Jahren selbstständig machte. "Viele unterschätzen den zeitlichen Aufwand, wenn sie einen Betrieb gründen", erzählt Radynski, der mittlerweile 15 Mitarbeiter in Leonberg und bundesweit 20 beschäftigt.

Wichtig bei der Gründung sei auch die private Situation. Radynski: "Entweder gar keine Partnerschaft oder eine funktionierende." Seiner Erfahrung nach scheitern aber die meisten Existenzgründer am "fehlenden oder unzureichendem Controlling".

Besonders ein Gründer dürfe sich nur auf das Produkt beziehungsweise die Dienstleitung konzentrieren und sich für alles andere (Steuern, Grafik, Werbung) Spezialisten holen. Dies setzt natürlich ein finanzielles Polster voraus. "Es gibt Förderungen in Hülle und Fülle", weiß der Experte. "Gründung ist immer ein Risiko, doch man kann es abfedern." Und noch ein Ratschlag hat er parat: "Man sollte sich nicht zu sehr auf die Politik verlassen."

Der Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA) will Politik, Wirtschaft und Gesellschaft an einen Tisch bringen und ein globales Netzwerk aufbauen. Dies geschieht sowohl auf lokaler, regionaler, Landes- und internationaler Ebene. Der BWA ist in Landesverbände und internationale Wirtschaftsclubs gegliedert, die von Persönlichkeiten der Region getragen werden. Die Mitglieder zeichnen sich neben wirtschaftlicher vor allem auch durch soziale und ethische Kompetenz aus, so die Philosophie. Weitere Informationen: www.bwa-deutschland.de

 
 

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