Oberndorf a. N. Einige stimmen nur mit Zähneknirschen zu

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Das Mühlberg-Wasserwerk ist auf 1,5 Millionen Kubikmeter ausgelegt, verbraucht werden nur 660 000 Kubikmeter. Foto: Wolf Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Peter Wolf

Oberndorf. Nur mit Zähneknirschen und geballter Faust in der Tasche haben viele der Oberndorfer Gemeinderäte der Erhöhung der Wassergebühr um 0,15 Euro auf mittlerweile 2,50 Euro pro Kubikmeter zugestimmt. Ruth Hunds hat diese sogar abgelehnt.

Stadtkämmerer Reiner Weber legte die Gründe für die Anhebung sowie die Grundlagen der Gebührenkalkulation nochmals ausführlich dar. Er machte dabei deutlich, dass dem stetig zurückgehenden Wasserverbrauch und den dadurch bedingten geringeren Einnahmen hohe Kosten für den Unterhalt eines Wasserwerks, das Wasser in bester Trinkwasserqualität liefere, sowie für Investitionen in Sanierungsmaßnahmen entgegenstünden.

Ruth Hunds monierte, dass 2,50 Euro pro Kubikmeter für den Verbraucher eine gewaltige finanzielle Belastung bedeute. Sie verglich den Oberndorfer Wasserzins mit denen von Sulz (1,75 Euro pro Kubikmeter) und Schramberg (1,80 Euro) und fragte sich, inwieweit es sinnvoll sei, ständig in die Wasserversorgung zu investieren, anstatt die Gebühren stabil zu halten.

Bürgermeister Hermann Acker stellte fest, dass ein Wasserverkauf-Ausbau an andere Gemeinden derzeit kaum möglich sei. "Uns ist es aber wichtig, dass wir den hohen Qualitätsstandard unserer Wasserversorgung aufrecht erhalten." Weber betonte, dass sich die Gebührenbeträge verschiedener Kommunen nur schwer vergleichen ließen. "In einem Stadtwerk ist es möglich, den Wasserpreis über die Stromversorgung zu subventionieren."

Für Dieter Rinker (Freie Wähler) ist eine einwandfreie Wasserversorgung nicht zum Sonderpreis zu haben, Wolfgang Maier (CDU) verwies auf den Zollernalbkreis, in dem sich die Wassergebühren schon seit einiger Zeit auf einem ähnlich hohen Niveau bewegten. Günter Danner (SPD) nahm in seiner Haushaltsrede dezidiert zu dieser "für unsere Bürger durchaus unerfreulichen Entwicklung" Stellung. "Wir wissen zwar um den Preis für eine eigenständige Wasserversorgung. Dennoch erwarten wir konkrete Antworten von der Verwaltung, wie künftig Kosten gespart werden sollen, um die Steigerung des Wasserbezugpreises nicht über die allgemeine Inflationsrat hinaus anwachsen zu lassen." Er forderte, künftige Investitionen auf das Notwendigste zu beschränken. Acker machte ihm aber diesbezüglich keine große Hoffnungen: "Die Sanierung des Hochbehälters Barbarahalde wird kommen."

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