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Oberndorf a. N. Ehrenamtliche Helfer werden mit großem Konzert belohnt

Schwarzwälder-Bote, vom 02.02.2012 19:03 Uhr
Von links: Lilli Back, Hans Häckel, Rudi Scheck und Pfarrer Gerhard Romppel in angeregtem Gespräch vor dem Altar in der evangelischen Stadtkirche. 
Foto: Roth Foto: Schwarzwälder-Bote
Von links: Lilli Back, Hans Häckel, Rudi Scheck und Pfarrer Gerhard Romppel in angeregtem Gespräch vor dem Altar in der evangelischen Stadtkirche. Foto: Roth Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Elfi Roth Oberndorf. Die evangelische Kirchengemeinde hatte zahlreiche Bürger in die Stadtkirche eingeladen, die gemeinnützig und ehrenamtlich die anfallenden Aufgaben im Laufe des Jahres aktiv unterstützen.

Ein erbauliches Konzert mit der Organistin Lilli Back und dem Trompeter Rudi Scheck sowie zwei namhaften Solisten aus Leonberg erfreute und begeisterte die vielen Zuhörer. Pfarrer Gerhard Romppel erinnerte an die Veränderungen im Pfarramt, in der Kirchenpflege, in der Sozialstation und in der Hospizgruppe, dankte für die geleistete Arbeit und erbat den Segen für die künftigen Pflichten.

Zur festlichen Eröffnung spielte das Duo "Trumpet Tunes and other Ayres" von Henry Purcell als Arrangement für Trompete und Orgel. Vibrierend, mit silberheller Dynamik, verbreiteten sich die glasklaren Töne der Piccolo- oder Bachflöte in dem weiträumigen Kirchenschiff und umhüllten die Zuhörer mit ihren Klanglinien, melodisch untermalt von der Orgel.

In den fünf Sätzen der Sonate in B-Dur von Jean Baptiste Loeillet, jeweils mit perfektem Taktwechsel, gespielt vom "Corno da Caccia" (Jagdhorn), dominierten dunklere, volltönende Klangfarben, die im Allegro mit spritzigen Trillern vorüberhüpften.

Eine ansprechende, meditative Melodie erklang in dem Stück "Il Parco di Monteclaro-Caglariari" des zeitgenössischen Komponisten Enrico Pasini (Jahrgang 1937) aus Sizilien.

Scheck intonierte mit der C-Trompete, die Orgel fing die Melodie auf, beide nuancierten das Leitmotiv mit einprägsamen Tonfolgen und harmonischen Trompetenvariationen. Es folgten zwei klangschöne Choralbearbeitungen sowie zwei wirkungsvolle Orgelsoli von Back. Eingefangen und versunken in die Musik, hatten die Gäste zugehört, sie bedankten sich erst nach einer Pause mit großem Beifall.

"Alles hat seine Zeit", sagte Romppel. So habe der Prediger aus dem Alten Testament gelassen über Anfang und Ende des Lebens philosophiert. Von Gott vor den Menschen erschaffen, sei die Zeit sehr persönlich, weil sie für jeden unverwechselbar bleibe. "Nichts geht verloren, denn du zählst. Deine Zeit ist hineingezählt in Gottes Hand." Sie könne nicht beherrscht, aber genutzt werden. Die Zeit werde erst menschlich, wenn sie zur Geschichte werde.

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