Von Jens Sikeler Oberndorf. Immer wieder hat der polnische Maler und Restaurator Aleksander Gaca in den vergangenen 20 Jahren die Gegend um Oberndorf und Sulz bereist. Das künstlerische Ergebnis dieser Reise können die Besucher des Rathauses bis zum 4. Dezember in der Klosterbaugalerie bewundern.

"Die Bilder verschönern das Rathaus und erfreuen die Besucher", ist sich Kulturamts­chef Hans-Joachim Ahner sicher, der zur Vernissage nur wenige Besucher begrüßen konnte. Eigentlich solle die Klosterbaugalerie, so Ahner, ja dazu dienen, Künstler aus der Region einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Manchmal werde der Kreis der Künstler aber auch erweitert. Bei Gaca hatte das gute Gründe. Seine Werke sind eine bildgewordene Reise durch die Region, oder wie Gaca es ausdrückte: "Der Versuch, einige Beispiele der landschaftlichen Vielfalt der Gegend in Bilder zu fassen."

Gaca stammt aus dem polnischen Posen. Dort sei alles flach, erzählte er. An der Gegend rund um Oberndorf begeistere ihn vor allem der Kontrast zu seiner Heimat.

Gaca hat einen genauen Blick. Seine Bilder sind zwar vom Impressionismus inspiriert, zeichnen sich aber dennoch durch ihre große Präzision aus. Ahner hatte es besonders ein Bild vom Klosterbau angetan. "Da kann ich sogar das Fenster von meinem Büro erkennen", sagte er.

Auch sonst hat Gaca eine Vorliebe für prägnante Gebäude, die Kapelle in Bochingen etwa oder das Glatter Wasserschloss. Bei aller Präzision fehlt den Motiven aber die Strenge, die man vielleicht vermuten würde. Sie wirken hell und freundlich. Auf jeden Fall helfen sie dem Betrachter allerdigns, die Schönheit der eigenen Stadt neu zu entdecken.