Oberndorf - Leuchtende Rentiere, blinkende Lichterketten und fassadenkletternde Weihnachtsmänner – was in Amerika schon seit vielen Jahren gang und gebe ist, macht auch vor den Oberndorfer Vorgärten nicht halt.

Doch nicht immer ist alles, was so auffallend auf die besinnliche Zeit des Jahres aufmerksam machen will, auch erlaubt. Die einen stellen einen dezenten Lichterbaum ins Fenster, die anderen freuen sich zur Adventszeit an üppig strahlender Weihnachtsdekoration – das ist reine Geschmackssache. In den eigenen vier Wänden und auf eigenem Grund und Boden, so weiß etwa der Versicherungsexperte, ist das auch schön und gut.

Anders sieht es hingegen in Mietshäusern aus. Wer hier die Fassade verschönern will, muss vorher Rücksprache mit dem Verwalter halten. Und auch im Treppenhaus, erklärt Rüdiger Holzer von der Oberndorfer Wohnungsbaugesellschaft, kann nicht jeder aufstellen, was ihm beliebt. Das habe Feuerschutzgründe und gelte das ganze Jahr, nicht nur zur Weihnachtszeit, also auch für Kinderwagen oder Fahrräder.

Im Übrigen, so Holzer, habe er mit den von ihm verwalteten Häusern in der Neckarstadt noch keine Probleme in dieser Hinsicht gehabt.

Ähnliches weiß auch Josef Geray vom Ordnungsamt der Stadt Oberndorf zu berichtet. Blinkende Leuchtreklamen, so Geray, seien ohnehin im Stadtgebiet verboten. Das gelte natürlich auch für die Weihnachtsdekoration. Beschwerden habe er noch keine erhalten. Also auch, wenn der Nachbar ein Weihnachtsmuffel ist, gegen den Adventskranz an der Haustür oder die Kerzen am garteneigenen Tännchen kann er keinen Einspruch einlegen.

Alles Übrige ist dem eigenen ästhetischen Empfinden geschuldet.