
Von Jens Sikeler
Oberndorf. Häuslebauer, die auf der Suche nach der richtigen Heizung, der richtigen Dämmung und dem richtigen Brandschutz sind, müssen normalerweise weite Wege zurücklegen. Am Samstag gab es diese Informationen beim 3. Oberndorfer Energietag in einer Halle.
Das Konzept geht offensichtlich auf. Die Veranstalter verzeichneten einen neuen Besucherrekord im Feuerwehrgerätehaus. Auf 2000 (im Vorjahr waren es 1500) schätzte Mitveranstalter Hans-Jörg Rapp die Zahl der Besucher. Auf diese warteten im Gerätehaus und davor 35 Aussteller.
"Die Geschäfte laufen gut", freute sich Christian Sommer von der Firma Kaupp. Viktor Schmid von Neckarsolar hatte beobachtet: "Man merkt, dass die Leute was tun wollen". Zu diesen gehörte Daniel Seidel: "Wir bauen gerade ein Haus und wollen uns über die Heizung informieren", berichtete er.
Auch die Ausstellungsmacher bekamen gute Noten. "Klein, aber gut organisiert", so das Urteil vom Timo Polte (Kabeltec). Klein ist dabei relativ, denn das Angebotsspektrum reichte von Photovoltaikanlagen, Heizungen bis Dachausbau und Fassadendämmung.
Die Feuerwehr stellte am Samstag nicht nur die Räumlichkeiten für die Energietage. Sie beteiligte sich auch mit einem eigenen Stand. Die Feuerwehrleute um Stadtbrandmeister Dieter Flügge versuchten dort, die Besucher von den Vorzügen eines Rauchmelders zu überzeugen und gaben Tipps für den Feuerlöschkauf. Außerdem sorgten sie auch für das leibliche Wohl der vielen Besucher.
Nicht ganz unbeteiligt am großen Erfolg der Energietage war Robert Häring. Er war ausnahmsweise nicht als Vorsitzender des CDU-Stadtverbands, sondern, so titulierte er sich selbst, als bekennender "Energiefreak" unterwegs. Die Zuhörer lernten bei Härings Vortrag unter anderem, dass sie mit einer Kochplatte mit Induktionstechnik bis zu 50 Prozent des Stromverbrauchs sparen können.
Sein Vortrag war einer von insgesamt zehn. Themen waren unter anderem "Schimmel im Haus" (Uwe Frommer, freier Energieberater), Optimierung der Heizungsanlage" (Rolf Halter) oder Strom erzeugende Heizung (Eugen Kaltenbach, Badenova AG).
Häring war es auch, der die Exkursionen organisiert hatte – eine Premiere bei den Energietagen. "Die waren so gut gebucht, dass wir einen Reisebus hätten füllen können", teilte Rapp mit. Drei Exkursionen gab es: Zur Heupelletieranlage nach Böhringen, zur Biogasanlage Dengler nach Bochingen und zur Windkraftanlage Flourn-Winzeln.