Nusplingen (ha). "Die eingestellten Maßnahmen zeugen von der festen Willenskraft, die Zukunft der Gemeinde weiter zu entwickeln – entsprechend den Anforderungen an eine moderne Infrastruktur", sagte Bürgermeister Alfons Kühlwein bei der Einbringung des Haushaltsplans für 2013 im Gemeinderat.

Der Gesamthaushalt schließt mit 5,17 Millionen Euro Einnahmen und Ausgaben ab, davon 1,6 Millionen im Vermögenshaushalt. Hinzu kommen Investitionen von 785 000 Euro im Eigenbetrieb Wasserversorgung. Der Vermögenshaushalt verdoppelt sich gegenüber 2012 und ist der höchste seit 2004.

Neuverschuldung ist nicht notwendig, allerdings werden 838 000 Euro aus der Rücklage entnommen.

Der Schultes sprach von einem Bau- und Investitionsschub, der unter anderem die Restfinanzierung der Kindergartenmaßnahme enthalte. In diesem Zusammenhang werden auch die Außenanlagen der Kallenbergschule saniert, und ein Fußweg zum Wohngebiet Rakenhalde wird gebaut. Dafür sind 315 000 Euro eingestellt.

Das zweite große Projekt betrifft das bisherige Groz-Beckert-Areal mit Abbruch der Betriebsgebäude, Aufkauf der Flächen durch die Gemeinde und Erschließung. Den dritten Schwerpunkt legt die Gemeinde im Bereich Harthöfe. Im Kameralhaushalt ist eine erste Rate mit 500 000 Euro für den Abwasseranschluss der rund 40 Gebäude ausgewiesen, für die Erneuerung der 125 Jahre alten Wasserleitungen 775 000 Euro im Eigenbetrieb. Die Gemeinde erhofft sich Zuschüsse von mehr als 75 Prozent.

Eine ökologische Maßnahme zur Verbesserung der Oberen Bära im Ortsbereich schlägt mit 130 000 Euro zu Buche, die Beschaffung eines neuen Unimogs U 400 samt Schneepflug mit 170 000 Euro. Dafür hat die Gemeinde ebenfalls Förderanträge gestellt.

Auch der Verwaltungshaushalt ist geprägt durch höhere Ausgaben, aber ebenso durch hohe Einnahmen. War bei der Planaufstellung für 2012 ein Ausgleich ohne Zuführung vom Vermögenshaushalt nicht möglich, wird 2013 eine geringe Nettoinvestitionsrate von 39 000 Euro erwirtschaftet.

Die hohen Einnahmen resultieren jedoch größtenteils auf optimistischen Orientierungswerten des Landes. Danach erhält Nusplingen einen Einkommensteueranteil von 827 000 Euro und Schlüsselzuweisungen von knapp 520 000 Euro. Im Gegenzug profitiert die Gemeinde vom günstigen Kreisumlagehebesatz mit 28,75 Prozent. Dennoch sind die Umlagen an Kreis und Land nochmals um 25 000 Euro gestiegen, nachdem diese bereits 2012 um 158 000 Euro gestiegen waren.

Für die Neubeschaffung der Einsatzkleidung der Feuerwehr ist eine erste Rate von 25 000 Euro eingestellt, 10 000 Euro für ein neues Alarmierungssystem in der Grundschule; weitere Posten: erhöhte Kindergartenkosten, Kosten für die Unterbringung von Asylbewerbern, 30 000 Euro für Straßenunterhaltung, 20 000 Euro für den weiteren Austausch der Straßenbeleuchtung und die komplette Verlustabdeckung im Eigenbetrieb Mehrzweckhalle–Hallenbad–Blockheizkraftwerk mit 137 850 Euro.