Von Hans Hager

Nusplingen. Großen Beifall hat Peter Alber vom Gemeinderat und den interessierten Zuhörern in der jüngsten Sitzung erhalten, nachdem er seine informative Präsentation über 85 Kleindenkmale auf der Gemarkung beendet hatte.

Unter den von Alber dokumentierten Kleindenkmalen befinden sich drei Brunnen, eine Quelle, zwei Brücken, drei Kirchen und Kapellen, vier Kriegerdenkmale, die Grotte mit Wallfahrtsdenkmalen, Hauswandbemalungen, zahlreiche Kreuze und Grabdenkmale sowie Grenzsteine. Im weihnachtlich geschmückten Sitzungssaal informierte der "Reingeschmeckte aus Tailfingen", wie er sich selbst süffisant bezeichnete, darüber, dass er zu diesem Amt von einem Straßberger Kamerad animiert worden worden sei, nachdem das Landratsamt Ende 2010 ehrenamtliche Freiwillige gesucht habe.

So machte sich Alber nach dem Besuch von Veranstaltungen und Schulungen im Herbst 2011 mit Mountainbike, Digitalkamera, Kartenmaterial vom Landratsamt und Maßband an die Erfassung, konnte er doch damit auch ausführliche Trainingseinheiten verbinden. Nach einigen Recherchen bei Leopold Klaiber, Kurt Ritter, Herbert Schäfer und Bürgermeister Alfons Kühlwein sei ihm dann schnell bewusst geworden, dass er die Kartierung und Katalogisierung unterschätzt hatte. Vom Frühjahr bis jetzt habe er sich dann intensiv um die Aufnahme gekümmert und seit Herbst das Hintergrundwissen – zum Beispiel Standort, Art, Alter, Entstehung, Abmessungen, Anlass und Aufsteller – zusammen getragen.

Danach folgte die Erstellung eines digitalen Erfassungsbogens, der jederzeit erweiterbar ist und für alle Objekte ausgefüllt wurde. Dazu gehört auch die genaue Verzeichnung der Standorte in der Flurkarte mit Orthobildern im Maßstab 1:500, die zusammen mit dem Bürgermeister erstellt wurde. Als Ergebnis bestaunten die Anwesenden einen dicken und beeindruckenden Ordner mit mehr als 300 Fotos, detaillierten Informationen und etlichen Anekdoten, die Peter Alber bald dem Landratsamt in digitaler Form übergeben wird.

Der leidenschaftliche Radfahrer bat Gemeinderat und Bürger, ihn weiterhin zu unterstützen, und zeigte sich für weitere Anregungen dankbar. Bürgermeister und Gemeinderat sprachen ihm ein großes Lob und den Dank der Gemeinde für die umfangreiche Arbeit und die Präsentation aus.