Nusplingen Intensiv die Zukunftsfragen anpacken

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Pius Horn (rechts) setzte den neuen Bürgermeister Jörg Alisch ein und verpflichtete ihn auf sein Amt. Fotos: Holbein Foto: Schwarzwälder-Bote

Nun ist es amtlich: Jörg Alisch, der am 17. August sein Amt als Bürgermeister in Nusplingen angetreten hat, ist gestern eingesetzt worden. Den feierlichen Rahmen dafür bot die Alte Friedhofskirche St. Peter und Paul. Für die Musik sorgte die Bläsergruppe des Musikvereins.

Nusplingen. Pius Horn, der erste stellvertretende Bürgermeister von Nusplingen, setzte den neu gewählten Bürgermeister Jörg Alisch in sein neues Amt ein, verpflichtete ihn und wünschte ihm Elan für die nächsten Aufgaben.

Ein symbolisches Geschenk in Form eines Wasserkochers hatte Landrat Günther-Martin Pauli im Gepäck. Er attestierte Alisch einen nahtlosen Übergang nach seinem "fulminanten Wahlergebnis", das ein starker Vertrauensbeweis sei. Alisch übernehme ein "sehr gut bestelltes Haus", das sei eine Herausforderung, für die der Landrat seitens der Landkreisverwaltung die Hand reichte für ein "vertrauensvolles Miteinander". Alisch sei aufgrund seines reichlichen beruflichen Erfahrungsschatzes gewappnet für seine Aufgaben, um im großen Gestaltungsspielraum gemeinsam mit den Bürgern anzupacken.

Eine große Erwartung an den Amtsinhaber

Das Bibelwort: "Wer antwortet, ehe er hört, dem ist’s Torheit und Schande" gab Meßstettens Bürgermeister Frank Schroft seinem neuen Amtskollegen mit auf den Weg. Schroft, der für die Verwaltungsgemeinschaft Meßstetten-Nusplingen-Obernheim ein Grußwort übermittelte, betonte, dass, mit mehr als 83 Prozent der Stimmen zum Bürgermeister gewählt worden zu sein, ein "grandioser Vertrauensbeweis" und eine ebenso große Erwartung an den Amtsinhaber seien. Gerade in der Kommunalpolitik, appellierte Schroft mit Blick auf die "Herausforderung durch die vielen Asylbewerber", "sollten wir uns hüten, mit Populismus Probleme zu lösen". Dabei müsse immer das Ganze im Auge behalten werden. Deshalb sei es gut, wenn im Gemeinderat eine kultivierte Streitkultur herrsche. Ein Bürgermeister müsse die Dinge reiflich bedenken und er sollte die Vernunft besitzen, Rat zu holen und Aufgaben den richtigen Menschen zu übertragen. In diesem Sinne rief Schroft Alisch dazu auf, gemeinsam mit neuen Ideen die Verwaltungsgemeinschaft voranzubringen.

Nusplingen habe eine gute Wahl getroffen, sagte Rektorin Diana Hofer. Aber auch Alisch habe eine gute Wahl getroffen mit einer Gemeinde, die einiges zu bieten habe, vor allem viele engagierte Menschen, die sich für das Gemeinde- und Vereinsleben einbrächten. Familie und Kinder, Erziehung und Bildung hätten einen hohen Stellenwert in Nusplingen. Hofer hatte einen Kalender dabei mit Gutscheinen für den neuen Bürgermeister vom Kaffeeklatsch mit den Lehrern übers Adventssingen bis hin zum Besuch beim Imker mit den Kindern der Grundschule.

Dass er den Beistand von oben haben möge, um die richtigen Entscheidungen zu treffen, wünschte Dekan Anton Bock dem neuen Bürgermeister. Er bat um Gottes Segen für Alisch und bot ihm die Kooperation der Kirchengemeinde an. Diese bewährte Zusammenarbeit zwischen den Vereinen und dem Rathaus will auch Vereinssprecher Hans Heinemann erfolgreich fortgeführt sehen.

Im "kommunalpolitischen Alltag" angekommen ist Jörg Alisch mittlerweile. Das Ergebnis der Wahl sei für ihn ein "großer Vertrauensvorschuss", den er erfüllen wolle. Nusplingen und seine Einwohner hätten ihm von Anfang an Offenheit und Aufgeschlossenheit entgegengebracht. Vor allem auch die Verwaltung habe ihm den Anfang leicht gemacht, allen voran Alfons Kühlwein. Intensiv will sich Alisch auf die Zukunftsfragen einlassen: "Wir dürfen nicht die Augen davor verschließen, was unsere Entscheidungen für die nächsten Generationen bedeuten." So setzt sich der neue Bürgermeister dafür ein, "dass wir uns maßgeblich auch weiterhin für zukunftsweisende Projekte stark machen". Dazu gehörten ein Bürgerhaus in Heidenstadt und die Breitbandversorgung für die Gesamtge­-meinde, zudem ein Flächen­-management. Kritisch äußerte sich Alisch darüber, dass höhere politische Ebenen Aufgaben an die Kommunen zuwiesen, welche die Gemeinden dann bezahlen müssten. Dennoch freut sich der neue Bürgermeister, die Zukunft von Nusplingen mitzugestalten.

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