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Nordrhein-Westfalen Achenbach soll weiterhin fast 20 Millionen Euro zahlen

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Helge Achenbach ist seit Monaten im offenen Vollzug. Foto: Hans-Juergen Bauer Foto: dpa

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Düsseldorf - Der einstige Kunstberater Helge Achenbach (65) ist auch in einem neu aufgerollten Zivilprozess zu Schadenersatz in zweistelliger Millionen-Höhe verurteilt worden.

Achenbach und zwei seiner insolventen Firmen sollen der Familie des gestorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht 18,7 Millionen Euro zahlen, entschied das Landgericht Düsseldorf am Dienstag. Der Vorsitzende Richter sah es weiterhin als erwiesen an, dass der inzwischen wegen Betrugs auch zu sechs Jahren Haft verurteilte Achenbach bei Millionenverkäufen von Kunst und Oldtimern an seinen Duzfreund Albrecht unberechtigte Preisaufschläge vorgenommen habe. Gegen das Urteil ist Berufung am Oberlandesgericht möglich.

"Bis auf kleine Nuancen" sei das erste Zivilurteil von Anfang 2015 richtig gewesen, sagte Richter Joachim Matz. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hatte das erstinstanzliche Urteil wegen eines Formfehlers zurückverwiesen. Dabei ging es um zwei Firmen Achenbachs, die ebenfalls verklagt worden waren und nun in das Urteil einbezogen wurden. Die Summe aus dem ersten Verfahren in Höhe von 19,4 Millionen Euro korrigierte die Kammer nur leicht nach unten. Einen Teil der Forderungen hat der Insolvenzverwalter bereits anerkannt.

Matz ließ erkennen, dass er Achenbach als treibende Kraft hinter den Preisaufschlägen seiner Firmen betrachte. Achenbach habe das "persönliche Vertrauen" Albrechts genossen und die Beziehung als "enge Männerfreundschaft" charakterisiert. Achenbach wäre demnach verpflichtet gewesen, seine Preisaufschläge bei den millionenteuren Exponaten offenzulegen. Angesichts der vereinbarten Provisionen habe Achenbach sogar zweimal bei den Geschäften mit Albrecht kassiert.

Der im März 2015 zu einer Gefängnisstrafe verurteilte einstige Berater-Star ist inzwischen im offenen Vollzug und arbeitet als Flüchtlingshelfer. Die Kunstsammlung seiner insolventen Firmen wurde für rund 8,5 Millionen Euro in mehreren Auktionen zwangsversteigert. Albrechts Erben fordern in einer anderen Klage weitere rund fünf Millionen Euro von Achenbach.

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