Von Stefan Preuß

Niedereschach. Die installierte Photovoltaik-Leistung in Niedereschach hat in diesem Jahr die Marke von zwei Megawatt durchbrochen.

Zum Stichtag 31. August 2012 waren auf der Gemarkung 159 Anlagen mit 2,075 Megawatt am Netz. Erneuerbare Energien und die Energiewende werden in Niedereschach nicht zuletzt durch die BEN Bürger-Energie ins Bewusstsein gehoben.

Die ersten Photovoltaik-Anlagen in Niedereschach stammen bereits aus dem Jahr 2000. Seinerzeit sind drei Anlagen mit zusammen 5,16 Kilowatt Maximalleistung angeschlossen worden. Sollten Anlagen früher ans Netz gegangen sein, so sind diese allerdings nicht in den Listen, die der Netzbetreiber Energiedienst veröffentlicht, aufgeführt.

2001 kamen in Niedereschach nochmals drei Anlagen mit 7,58 Kilowatt Spitzenleistung hinzu, danach war für zwei Jahre kein Zubau zu verzeichnen. Die Entwicklung nahm erst 2004 Fahrt auf, als weitere drei Anlagen mit nun bereits 31,22 Kilowatt installiert wurden. Bis 2008 wuchs der Zubau kontinuierlich: 49,48 Kilowatt (2005), 82,92 Kilowatt (2006), 121,04 Kilowatt (2007) und 352,78 Kilowatt in 2008. Eine kleine Delle war 2009 zu verzeichnen, denn mit 289,29 Kilowatt ging der Zubau leicht zurück, weswegen in jenem Jahr die Ein- Megawatt-Marke noch nicht geknackt wurde.

Dies passierte gleich im ersten Quartal 2010. Dieses Jahr fiel mit einem Zubau von 36 Anlagen mit 419,55 Kilowatt ohnehin sehr stark aus. 2011 wurden dann zwar nur 26 Anlagen zugebaut, diese hatten aber mit 455 Kilowatt Leistung ordentlich Power. Im laufenden Jahr nun wurde trotz der sehr starken Vergütungssenkungen weitere 270,09 Kilowatt installiert, so dass sogar die Marke von zwei Megawatt durchbrochen wurde.

Bei einem Ertrag von 1000 Kilowattstunden pro Kilowatt Spitzenleistung im Jahr genügt dies, um etwa 500 Vier-Personen-Haushalte mit Strom zu versorgen. Nicht zu verachten ist die dezentrale Wertschöpfung, die durch die Anlagen erzielt wird. Bei einem angenommenen durchschnittlichen Vergütungspreis von 35 Cent pro Kilowattstunde nehmen die Betreiber mehr als 700 000 Euro netto pro Jahr ein, da Südanlagen auch in durchschnittlichen Jahren weit mehr als 1000 Kilowattstunden Strom pro Kilowatt Spitzenleistung erzeugen und damit benachteiligte Ost- oder Westanlagen ausgleichen. Laut Informationssystem PV Global Information Service sind sie auf der Gemarkung auch für 900 Kilowattstunden Strom pro Kilowatt Spitzenleistung gut.