Von Albert Bantle Niedereschach. Gut besucht waren über die Weihnachtsfeiertage die Gottesdienste in den Gemeinden der katholischen Seelsorgeeinheit Niedereschach und auch bei der evangelischen Jakobusgemeinde. Sowohl für den katholischen Pfarrer Ewald Beha als auch für seinen evangelischen Amtsbruder Peter Krech war es das erste Weihnachtsfest als jeweils neuer Pfarrer in Niedereschach. Die teilweise von den Kirchenchören der verschiedenen Kirchengemeinden und Musikvereinen umrahmten Gottesdienste und auch die Kinderkrippenfeier an Heiligabend in Niedereschach zeigten einmal mehr, dass Weihnachten den Menschen noch immer sehr viel bedeutet.

Zum Abschluss gab es bei der Eucharistiefeier am zweiten Weihnachtsfeiertag in der katholischen Kirche noch einmal einen Höhepunkt, denn dieser Gottesdienst wurde feierlich umrahmt vom katholischen Kirchenchor Niedereschach unter der Leitung von Thomas Schneider, und dem neuen Diakon Stefan Fornal war es vorbehalten, an seinem Namenstag die Predigt zu halten. Dabei hinterfragte Fornal die Bedeutung von "Stille Nacht – Heilige Nacht" und den damit schon Wochen, ja Monate vor diesem Fest verbundenen Werberummel in Funk, Fernsehen und anderen Medien. Was bleibe mit Blick auf die oft stressigen Festvorbereitungen für Heiligabend, von dieser Stille in der heiligen Nacht übrig. Was würde wohl der heilige Stephanus, der als unbequemer Zeitgeist bis zuletzt zu seinem Glauben und seiner Liebe zu Gott stand und dafür sogar den Märtyrertod starb, sagen, wenn er mit erleben könnte, wie heute das Weihnachtsfest kommerzialisiert wird.

Der gute Besuch der Gottesdienste zeigt allerdings auch, dass viele Menschen noch um die wahre Bedeutung des Weihnachtsfestes wissen, getrieben von einer Sehnsucht nach Vertrauen und der Liebe zu Gott. "Geben wir dieser Liebe eine Chance. Öffnen wir unsere Herzen für Gott und für andere und schaffen wir uns die nötige Ruhe, damit wir auf unseren Gott und unsere Sehnsüchte hören können", so Fornal. Zum Schluss des gestrigen Gottesdienstes gratulierte Pfarrer Beha allen Stefans zu ihrem Namenstag und dankte allen, die über die Feiertage in vielfältiger Weise in das kirchliche Leben und die Gottesdienst eingebunden waren. Auch dankte Beha für die vielen Geschenke und lieben Worte und den Spenden zur Adveniat-Kollekte.