Niedereschach (alb). Die Kochgruppen der Klassen 5, 6 und 7 der Grund- und Werkrealschule Deißlingen-Niedereschach haben gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Beate Frey und Julia Lattner Schoko-Crossies hergestellt, diese ansprechend verpackt und ausgegeben. Der Erlös von mehr als 400 Euro geht nach Jabulani in Südafrika. Dorthin, wo Pater Weinmann viele Jahre gewirkt hat. Jabulani ist ein Selbsthilfezentrum für Frauen und Kinder aus den Townships rund um Mariannhill, nahe der südafrikanischen Hafenstadt Durban. Das Zentrum wurde 1988 von der Ordensfrau Schwester Marco Gneis unter Mithilfe der Missionare von Mariannhill gegründet. Jabulani ähnelt vom Aufbau her einem afrikanischen Dorf mit Gemeinschaftsräumen, Versammlungsplatz und kleineren Einheiten für verschiedene Aufgabenbereiche. Zur Zeit werden mehr als 120 Frauen und bis zu 300 Kinder betreut. Jabulani ist eine nicht kommerzielle, gemeinnützige nichtstaatliche Organisation und finanziert sich zum Großteil aus Spenden und zu einem kleinen Teil aus dem Verkaufserlös eigener Erzeugnisse.

Helga Glatz, die Schwester des verstorbenen aber unvergessenen Paters und Missionars Edgar Weinmann, und ihr Mann Siegmund Glatz, waren selbst schon in Jabulani. Für beide war nach dem Tod von Pater Weinmann klar, dass sie diese für viele Kinder und Frauen in Südfarika so wichtige Einrichtung weiterhin unterstützen werden.

Die Ordensfrau Schwester Marco Gneis schreibt immer wieder auch Dankesbriefe nach Niedereschach und schildert in diesen Briefen eindrucksvoll, wie mit dem Spendengeldern in ganz konkreten Fällen geholfen werden konnte. Das Jabulani-Zentrum wurde mit dem Ziel gegründet, den Frauen und Kindern einen Platz zu schaffen, wo sie sich sicher fühlen können und ihren Fähigkeiten entsprechend unterschiedlichen Tätigkeiten nachgehen können. Im Jabulani-Centre finden alle Bedürftigen eine Aufnahme, ohne Ansehen der Religion oder Stammeszugehörigkeit. Im Jabulani-Selbsthilfezentrum erhalten die Frauen und Kinder soziale, medizinische, spirituelle und schulische Unterstützung.

Dadurch, so hofft man, können die Frauen schrittweise ihren Lebensmut zurückerlangen und lernen, sich selbst sowie anderen zu helfen. Der Name des Zentrums Jabulani leitet sich aus der afrikanischen Zulu-Sprache her und bedeutet so viel wie: Sei fröhlich, sei glücklich.