
Niedereschach-Schabenhausen (alb). In drei Bereiche teilte gestern Abend in der Schlierbachhalle die Vorsitzende der Musik- und Trachtenkapelle Schabenhausen, Sabine Müller, ihren Jahresrückblick ein.Zum einen sprach sie über die musikalische Arbeit der Kapelle, zum zweiten über die Jugendarbeit sowie Ausbildung und zum dritten auf die Kameradschaft. Die musikalische Arbeit wurde laut Müller geprägt durch zwei Konzerte in der Schlierbachhalle. So gab es das traditionelle Frühjahrskonzert im Mai gemeinsam mit der Trachtenkapelle Pfaffenweiler. Erstmalig fand noch im November ein gemeinsames Konzert mit dem Männergesangverein Niedereschach statt. Ein weiterer Höhepunkt war das Gemeinschaftsprojekt der Bläserjugend aus Niedereschach, Mönchweiler und Schabenhausen. Mit großem Erfolg wurde das Kindermusical "Wakatanka" aufgeführt. Alle drei Veranstaltungen waren beim Publikum gut angekommen. Lediglich beim Gemeinschaftskonzert mit dem Männergesangverein gab es nicht den erwünschten Andrang. "Bei einem gemeinsamen Konzert zweier Vereine aus der Gesamtgemeinde sollte man meinen, dass wir unsere Halle mit 180 Sitzplätzen gefüllt bekommen", war Sabine Müller sichtlich enttäuscht. "Nicht einmal einer der vielen Gemeinderäte zeigte Interesse an unserer Vereinsarbeit", so Müller.
Erfreulich hingegen sei die Entwicklung der Jugendarbeit. Mit derzeit 18 Zöglingen könne der Verein den höchsten Stand seit Jahren verzeichnen. Auf den folgenden Instrumenten werde mit den Ausbildern Svenja Broghammer, Thomas Riedlinger und Sabine Müller fleißig geprobt: Ausgebildet werden derzeit Jugendliche auf zwei Tenorhörnern, ein Flügelhorn, ein Es-Horn, zwei Saxofone, eine Trompete, eine Querflöte, sieben Klarinetten und drei Blockflöten.
Mit einem bestandenen silbernen Jungmusikerleistungsabzeichen von Lea Münzer, einem bronzenen Leistungsabzeichen von Fabian Neininger und zwei Juniorabzeichen von Lena Brauner und Julia Hasler habe man einmal mehr den Beweis erbracht, dass man auf dem richtigen Weg sei. Das Projekt Kindermusical sei eine ganz besondere Herausforderung für die Zöglinge des Vereins und ihre Ausbilder gewesen, habe aber allen Beteiligten ganz großen Spaß bereitet. Sabine Müller dankte Dirigent Thomas Riedlinger, der über Wochen fast rund um die Uhr mit großem Einsatz maßgeblich an dem Erfolg beteiligt war. Herzlich dankte Müller auch Svenja Broghammer für ihren großen Einsatz innerhalb der Jugendarbeit im Verein. Auf die Kameradschaft innerhalb der Kapelle eingehend, bezeichnete Müller diese als eine tragende Säule des Vereins. Gemeinsam habe man das arbeitsintensive Bachfest erfolgreich gestemmt. Auch der überraschende Besuch des Wirtschaftskontrolldienstes am Bachfest-Montag sei kein Problem gewesen.
Bei den zusätzlichen Arbeitseinsätzen am Haus der Vereine seien immer genügend Helfer zur Stelle gewesen. Als Beispiel nannte Müller den Donnerstag vor dem Bachfest, an dem man es neben dem üblichen Festaufbau geschafft habe, noch Mitglieder ans Haus der Vereine zu schicken, um dort zu kehren, Rasen zu mähen und alle weiteren Arbeiten durchzuführen. Dass das Klima im Verein stimmt, zeige sich auch darin, dass die Zahl der aktiven Musiker stetig ansteige.
Seit einem Jahr unterstütze Elisa Hetzel im Trompetenregister. Aus der eigenen Jugend wechselten zur großen Kapelle Fabian Neininger, Miriam Glatz aus Niedereschach und Simon Haberer aus Obereschach. "Alles in allem bin ich mit dem abgelaufenen Vereinsjahr zufrieden und hoffe, dass es so weitergeht", sagte Sabine Müller abschließend.