Niedereschach-Kappel (spr). Der Duft frischen Gebäcks im Ofen, konzentriert weihnachtliches Dekomaterial bastelnde Kinder und viele Eltern an den einzelnen Stationen: Der Adventszirkel in der Grundschule Kappel begeisterte gestern Morgen die Kinder.

Es war wieder viel geboten in der Schule: Backen, Anhänger filzen, Schneemänner basteln, Wichtel sägen und bemalen, Holzelche ausschneiden, Fensterbilder schneiden oder Futterstationen aus Tontöpfen fertigen. Alle hatten gut und reichlich zu tun und waren mit riesiger Begeisterung bei der Sache. "Im Prinzip haben die Kinder bereits kurz nach den Sommerferien gefragt, ob es wieder einen Adventszirkel gibt", berichtet Rektorin Katrin Hoffmann, wie beliebt die Veranstaltung ist. Statt Mathe, Deutsch oder Sachkunde konnten am Donnerstag die kreativen Fähigkeiten voll ausgelebt werden. Und nach getaner Arbeit hatte man sogar noch ein tolles, selbstgebasteltes Weihnachtsgeschenk für die Eltern oder Oma und Opa. Bei alledem kommt die Gemütlichkeit nicht zu kurz, denn die Eltern, genauer gesagt die Mütter, hatten eine Teestube mit Kuchen und Muffins eingerichtet, so dass das Mittagessen wahrscheinlich niemanden so richtig interessierte.

Die Eltern brachten sich auch als Betreuer an den einzelnen Stationen ein. Für das Kollegium war es wichtig und toll zu sehen, dass sich die Eltern mit der Schule identifizieren und sich einbringen. Mit dabei war auch wieder Helmut Zehnder, im Bastelraum im Keller konnten die Kinder unter seiner Anleitung mit der Laubsäge kleine Holzwichtel aussägen, die dann später bemalt wurden.

Als gewissermaßen pädagogischer Überbau des Vormittags stand die Erkenntnis, dass Kinder ausgesprochen gute Teamplayer sind. Gegenseitiges Helfen, Rücksichtnahme, Lob für die Ideen des anderen – all dies konnte beobachtet werden. Neue Freundschaften wurden geschlossen, auch klassenübergreifend, so dass das Zusammengehörigkeitsgefühl in der kleinen Dorfschule an diesem Tag weiter gefestigt wurde.