Von Stefan Preuß

Niedereschach-Kappel. Ab sofort ist Kappel an das Erdgasnetz angeschlossen. Ulrich Köngeter, Chef der Stadtwerke Villingen-Schwenningen, und Bürgermeister Martin Ragg nahmen die Leitung mit dem symbolischen Umlegen eines Absperrhahnes in Betrieb.

Eine fast vermeintlich unendliche Geschichte nahm damit doch noch ein glückliches Ende. Auf die Anfrage des Vorgängers von Ragg, Otto Sieber, nach einer möglichen Anbindung der Kappeler Schule an die Erdgasversorgung habe er in der Annahme, dass der geplante Radweg zwischen Kappel und Obereschach zeitnah gebaut werde, aus dem Stegreif eine Zusage gemacht, so erinnerte sich Ulrich Köngeter. Dies sei bereits 2005 gewesen. 2006 habe die SVS begonnen, in Kappel im Zuge von anstehenden Straßenbauarbeiten bereits innerorts zu verrohren. Doch der Radweg verzögerte sich wegen Grundstücks-Problemen immer wieder. Erst jetzt konnte er fertiggestellt werden – und im Zuge des Baus auch die Anbindungsleitung aus Obereschach.

Projekt trotz aller Widrigkeiten verfolgt

Ragg zeigte sich hoch zufrieden. Denn als vor einem Jahr das Erdgas nach Fischbach gekommen sei, hätte in Anbetracht der verworrenen Situation um den Radwegeausbau sicherlich niemand daran geglaubt, dass dies ein Jahr später in Kappel bereits auch der Fall sein könnte. Raggs Dank galt in erster Linie den Stadtwerken Villingen-Schwenningen mit Geschäftsführer Ulrich Köngeter, die das Projekt trotz aller Widrigkeiten verfolgt hätten. Man sei auch immer wieder zusammengesessen, um zu beratschlagen, wie man schnellstmöglich doch noch ans gesteckte Ziel kommen könnte. Denn in erster Linie bringe die Erdgasversorgung für den Wohnort Kappel eine erhebliche Aufwertung und Steigerung der Attraktivität mit sich. Ragg hoffte, dass sich nun möglichst viele Haushalte in Kappel anschließen lassen.

Lückenschluss kostet rund 110 000 Euro

Bei einer Bauzeit über zwei Monate von Oktober bis November belaufen sich die Kosten für die Anbindung Kappels an das Erdgasnetz durch den Lückenschluss über 1500 Meter auf rund 110 000 Euro. In Kappel selbst kommen die Anschlüsse zum Neubaugebiet Hornausenacker und zum Baugebiet Am Ammelbach hinzu. 2013 wird die Gasleitung in der Eschachstraße weitergeführt und von dort hoch zum Schlossberg und an die Schule, wo dann auch der dortige Flüssiggastank abgebaut werden kann.

Dies wären innerorts nochmals 1500 Meter mit insgesamt 40 Hausanschlüssen. Ferner sind weitere 400 Meter in den Mühlweg und 100 Meter in die Tannenstraße vorgesehen. Bis Ende 2014 sollen alle bereits beantragten Hausanschlüsse ans Netz angebunden werden.