Neuweiler (hms). Zusammen mit den verstorbenen Horst und Frida Bauer, den Eltern von Margrit Schmalstieg, haben diese und ihr Mann Horst Schmalstieg die Firma MOS-Electronic in Neuweiler seit 1984 aufgebaut. Aus gesundheitlichen Gründen veräußerte einige Jahre danach Horst Bauer seine Anteile an Reinhard Rosen, der seither der Geschäftsleitung angehört.

Damals sprach man von gedruckten Schaltungen, heute werden Leiterplatten mit hauchdünnen Leitungssystemen in mehreren Schichten hergestellt. Darunter gibt es technisch hoch komplizierte Sonderanfertigungen, für die selbst der Eildienst 15 Arbeitstage aufwenden muss. In der Armbanduhr, im Auto, in Flugzeugen oder Raketen, in Maschinen und Geräten aller Art sorgen die speziellen Teile für Funktionstüchtigkeit.

Gestartet ist die Firma, die zuvor sieben Jahre lang in Mieträumen in Wimsheim eine Lohngalvanik betrieb, 1984 in Neuweiler im ehemaligen Fabrikationsgebäude der Firma Kohlbecker im Birkenweg 9. Bald wurde es MOS zu eng, 1993 erfolgte der Umzug in das heutige Hauptgebäude in der Hermann-Löns-Straße, das intern Werk eins heißt.

Im Jahr 1999 folgte die Erweiterung um Werk zwei, eine benachbarte Halle zum Ort hin, die von einer anderen Firma übernommen und für die eigenen Zwecke umgestaltet worden ist. Gleich gegenüber belegt das Unternehmen ein weiteres Gebäude. Und Werk drei ist nördlich von Werk eins im Bau.

Obwohl gerade der erste Spatenstich stattfand, gibt es bereits eine richtige Baustelle. Diese treibt in Kooperation mit der ortsansässigen Baufirma Werner Aichele der Gewerbe-Fertigbauspezialist Harsch aus Bretten voran.

"Zur Grundsteinlegung habe ich ein verschließbares Spezialrohr mitgebracht", so der Harsch-Prokurist Reinhard Trautz. In dieses legte MOS-Prokurist Jürgen Bauer einen tagesfrischen Schwarzwälder Boten, die jüngste Gemeindezeitung, Münzen sowie einen Firmenprospekt: "Damit man bei Grabungen in 2000 Jahren weiß, was am heutigen Tag auf den Weg gebracht worden ist."