Neuweiler (cb). Bürgermeister Martin Buchwald brachte es bei der jüngsten Gemeinderatssitzung auf den Punkt: "Wir müssen uns weiter anstrengen, um für junge Familien attraktiv zu sein." Vor dem Hintergrund der Kindergarten-Bedarfsplanung gewinnen diese Worte Brisanz, denn die Tendenz zeigt eine deutliche Verringerung der Kinderzahlen in den kommenden Jahren an.

In diesem Zusammenhang sprach Buchwald die Schulsituation an, die Auswirkung auf die Kindergarten-Szene in Neuweiler haben könne. Eine eventuelle Konzentration von Betreuungsplätzen in Räumen der Waldschule könne ein Einsparpotenzial bei den Gruppen mit sich bringen. Rat Friedrich Blaich: "Bei einem zentralen Kindergarten wäre eine Gruppenreduzierung aufgrund der sinkenden Zahlen wohl möglich. Unter den örtlichen Gegebenheiten geht das aber nicht." Die Entwicklung der Schulsituation in Neuweiler bleibt also abzuwarten.

Gemeinderätin Doris Hammann sprach die Situation bei der Kleinkindgruppe an. Hier ist laut Bürgermeister Buchwald die Entwicklung einfach abzuwarten, denn: "Ab 1. August 2013 sind Kleinkindgruppen laut des umzusetzenden Europarechts vorzuhalten, auch wenn nur ein Kind zu betreuen ist."

Rat Roland Keller wies darauf hin, dass die Kleinkindbetreuung in Neubulach deutlich günstiger als in Neuweiler angeboten werde. Dies könne schon zu einer Abwanderung führen. Der Unterschied beläuft sich auf immerhin 75 Euro, wobei die tägliche Betreuungszeit in Neuweiler allerdings eine halbe Stunde länger dauert.

In den Kindergärten der Gemeinde ist aktuell die Aufnahme von 119 Kindern möglich. Davon in Neuweiler 53, in Breitenberg und Zwerenberg jeweils 28 sowie in der Neuweiler Kleinkindgruppe zehn. In den drei Einrichtungen werden derzeit 89 Kinder betreut. Dazu sind zur verlässlichen Grundschule zehn Kinder angemeldet. Die Verteilung der zu betreuenden Kinder auf die Einrichtungen: Breitenberg: Bärengruppe 18; Neuweiler: Marienkäfergruppe 20, Schmetterlingsgruppe 19, Kleinkindgruppe 4 und Ganztagsbetreuung 8; Zwerenberg 18.