
Von Steffi Stocker
Neuweiler. Äußerungen im Gemeinderat, wonach im Kindergarten Neuweiler Unzufriedenheit herrsche (wir berichteten), riefen Unverständnis hervor. Eltern und Erzieherinnen können die Haltung nicht nachvollziehen, zumal die Entwicklung der Kinder individuell gefördert werde.
So habe die Einrichtung beispielsweise, auch ohne gesetzliche Vorgabe, verschiedene Empfehlungen des Orientierungsplans umgesetzt. "Durch die regelmäßigen Gespräche wissen wir um die Stärken und Schwächen unserer Kinder, erhalten sogar Tipps, die Entwicklung zu fördern", fasst Antje Lehneis zusammen. Sogar nach dem Bericht in unserer Zeitung erhielt die Elternbeiratsvorsitzende keine Klagen zur Qualität der Kindergartenarbeit. "Auch wenn die Einrichtung kein Zertifikat hat, werden dort Experimente durchgeführt", verweist sie auf Anregungen durch die Erzieherinnen.
So haben die Vorschulkinder beispielsweise ihren ganz eigenen Streuwagen gebaut. Lustige Spuren von Sand hinterließ das Gefährt auf einem großen streifen Papier. Ganz nebenbei unterhält sich Inge Killinger mit den Mädchen und Jungen über Konstruktion sowie Verwendung.
"Die Entwicklung der Kinder ist ein individueller Prozess und jedes Kind hat Anspruch darauf, dass seine Einzigartigkeit wahrgenommen und verstanden wird", unterstreicht die Kindergartenleiterin das Profil der Einrichtung. Deshalb stünden neben Projektarbeit auch Freispiel, Kooperationen und vieles mehr auf dem Jahresplan, in den sich immer wieder auch Eltern aktiv einbringen.
Zudem werde die Entwicklung jedes einzelnen Kindes dokumentiert. "Bei diesem breiten Angebot und pädagogischer Fürsorge können wir nicht verstehen, dass jemand, der kein Kind in diesem Kindergarten hat, sich zu solch einem Statement hinreißen lässt", wundert sich Lehneis.