
Von Hans Schabert
Neuweiler-Hofstett. Den Kindern von Hofstett ging es vor etwa 70 Jahren offensichtlich gut. Dies vermittelt ein altes Foto aus dem damals schon Jahrhunderte zu Neuweiler gehörigen Ortsteil.Der Zweite Weltkrieg stand kurz bevor oder hatte vielleicht schon begonnen, aber die um Hofstett gehäuft aufgetretenen Abstürze von Militärmaschinen lagen auf alle Fälle noch in der Zukunft.
Von 19 Mädchen und Jungen auf dem Fotoleben noch zwölf
Außerdem spürte man weit draußen auf dem Land zu Beginn der Kriegswirren wenig von den Gräueln eines Feldzuges. Zwei Hofstetter Frauen, die heute in Calw lebende Renate Braun und ihre Schwester Maria Roller in Neuweiler, haben gemeinsam recherchiert und alle Namen der Abgebildeten festgehalten. Von den 19 in der alten Aufnahme zu sehenden, längst erwachsenen Mädchen und Jungen leben heute noch zwölf. Vier von ihnen wohnen bis heute im Dorf ihrer Kindheit: Friedrich Großmann, der ehemalige Gemeinderat Fritz Braun, der frühere Schulhausmeister Georg Mast und Martha Pfisterer, geborene Braun.
Das Bild zeigt vier Schwestern aus der Familie des Forstmeisters, wie der Leiter eines Forstamts damals allgemein genannt worden war. Von 1902 bis 1967 war in Neuweilers kleinem Höhendorf nämlich der Sitz einer solchen Behörde. Nach der Auflösung vor 45 Jahren wurde dessen Bezirk größtenteils dem Amt von Bad Teinach zugeschlagen, das seit der Gemeindereform im Jahr 1975 Bad Teinach-Zavelstein heißt.
Diese Forstbehörde hatte ihren Platz direkt am Rand des den Namen gebenden Städtchens, aber schon auf Markung der bis 1974 selbstständigen Nachbargemeinde Emberg. Im Jahr 1997 ging die Dienststelle im Forstamt Calw, und mit der Reform der Sonderbehörden 2005 jenes wiederum im Kreisforstamt auf. Es wurde in das Landratsamt eingegliedert und im Zuge der Reform der Sonderbehörden wie überall in Baden-Württemberg Bestandteil der Kreisverwaltung.