Von Christoph Bay

Neuweiler. "Wir haben sehr erfreuliche fünf Jahre bei den Nutzungen hinter uns. In dieser Zeit sind die Planvorgaben nicht nur erfüllt, sondern auch übertroffen worden", informierte Johannes Fünfgeld vom Landratsamt das Neuweiler Ratsgremium.Die Zwischenprüfung des am 1. Januar 2007 eingerichteten Gemeindewaldes Neuweiler ergab, dass die Forsteinrichtungsplanung der vergangenen fünf Jahre weitgehend planmäßig vollzogen worden ist. Der Gesamthiebsatz wird um die Einschläge der Umwandlungen erhöht. Der jährliche Einschlag für die restlichen fünf Jahre bleibt aber gleich. Ein geringer Nachsteuerungsbedarf ist bei den Kulturen und der Bestandspflege erforderlich

In diesem Zusammenhang sprach Johannes Fünfgeld an, dass sich mit dem Klimaschutz auch die Wirtschaftlichkeit verändert. So werde der Bestand vermehrt mit Laubholz oder Douglasien umgebaut, da Fichten- und Kiefernbestände unter der Klimaveränderung leiden. Auf die Frage, ob im Neuweiler Forst über die Verhältnisse geschlagen werde, antwortete Fünfgeld: "Die Forsteinrichtung hat unter Abwägung aller Gesichtspunkte die Planzahlen festgelegt. Wir schlagen nicht über dem Zuwachs, wir haben ja die Aufgabe, die Nachhaltigkeit zu wahren."

Beim Verbiss, das führte Förster Stefan Rückert aus, gebe es schon einige spezielle Problembereiche, er sei allerdings in der Tendenz überall zu erkennen. Das sei übrigens landesweit festzustellen. So ist auch eine Erhöhung der Rotwild-Abschussquote vorgenommen worden.

Schwankungen des Holzpreises können in der Forstwirtschaft Frust, aber auch Freude bringen. Schlägt der Preis nach oben aus, wie es in den Jahren seit Lothar der Fall ist, wird der Ertrag gut, fällt die Kurve, ziehen sich auch die Mundwinkel nach unten. In den jüngsten fünf Jahren verzeichnete Johannes Fünfgeld ein leichtes Plus beim Einschlag, damit ist auch der Ertrag über dem Planansatz. Daran sollte sich im kommenden Jahr auch wenig ändern, so dass die Gemeinde Neuweiler für den Haushaltsplan 2013 mit etwa 247 100 Euro Ertrag rechnen kann.