
Von Steffi Stocker Neuweiler. Jährlich fordert der Jugendhilfeausschuss des Landkreises die Zahlen für die Kindergarten- und Tagesbetreuungsbedarfsplanung an. Im Vorfeld erörterte der Gemeinderat die Entwicklung in Neuweiler. "Der bereits erkennbare Rückgang der Kinderzahlen bereitet mir Bauchschmerzen", sagte Bürgermeister Martin Buchwald. Zwar seien die Zahlen in den kommenden beiden Jahren ähnlich, doch im Anschluss stehe der Erhalt einzelner Gruppen in Frage.
Derzeit werden in der Gesamtgemeinde in vier Gruppen 62 Kinder betreut, davon zwei unter drei Jahren. Nach dem Stand der Einwohnerzahlen sind jedoch weitere elf Jungen und Mädchen im entsprechenden Alter. "Vielleicht müssen wir die Qualität unserer Kindergärten steigern, damit auch andere zu uns kommen", regte Werner Wolf an, zumal wohl einige Eltern den Nachwuchs zur Betreuung in andere Gemeinden bringen. Bernd Greule forderte indes, sich auch mit dem Gedanken der Zentralisierung anzufreunden. "Immerhin haben wir die Verantwortung für Gebäudeunterhaltung und Personal", pflichtete Markus Stoll dem Ratskollegen bei und verwies auf die anstehende Diskussion bezüglich der Schule in knapp drei Jahren. Während Buchwald auf bereits eingeführte andere Formen der Arbeit nach Empfehlung des Orientierungsplans hinwies, warf Thomas Gögele die Idee einer Umfrage zur Qualität auf. Es herrsche Unzufriedenheit unter den Eltern, so der Gemeinderat auf Anfrage von Doris Hammann, ob etwas im Argen liege. Zwar sei ihm davon nichts bekannt, so Buchwald, doch könne man erheben, was in den Kindergärten zusätzlich, anders oder mehr gemacht werden könne.
"Vor der Bedarfserhebung sollten wir die Gebühren festlegen, damit Eltern um die Kosten wissen", mahnte Hammann für das Vorhaben an, eine Kleinkindbetreuung einzurichten.