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Neubulach "Wir sind bereit für die Gemeinschaftsschule"

Schwarzwälder-Bote, vom 16.01.2012 04:00 Uhr

Von Christoph Bay

Neubulach. Sie haben ihre Hausaufgaben gemacht, die Träger der Neubulacher Schule, Leitung, Lehrerkollegium, Eltern sowie auch Kinder und Jugendliche selbst. Das ist bei der Auftakt-Informationsveranstaltung in der Turn- und Festhalle wie auch beim anschließenden Tag der offenen Schultüren deutlich zum Ausdruck gekommen.

Erklungen ist ein klares "Wir sind bereit für die Gemeinschaftsschule", wofür die Grund- und Werkrealschule Neubulach im vergangenen Oktober den Antrag gestellt hat. Vorausgegangen war die Erstellung eines Konzeptes, bei dem die Arbeitsgruppe aus Lehrern, Schulleitung, Eltern, aktuellen und früheren Elternvertretern sowie Vertretern des Gemeinderates der Stadt Neubulach beigetragen haben.

Das Interesse am Projekt "Gemeinschaftsschule Neubulach" reicht weit über die Grenzen der Bergwerksstadt hinaus. So zeigte Bürgermeister Walter Beuerle auf, dass für die Stadt als Träger das neue Bildungsangebot ein unabdingbares Muss sei. Ins selbe Horn stieß auch Norbert Weiser als Vertreter des verhinderten Landrats Helmut Riegger. In die Festhalle waren zudem zahlreiche Vertreter anderer Schulen und Kommunen gekommen, um sich über dieses Neubulacher Projekt zu informieren.

Ein Gast bekam besondere Aufmerksamkeit. Jürgen Striby vom Kultusministerium in Stuttgart stellte die Anforderungen und Erwartungen an eine Gemeinschaftsschule in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Das Thema: "Gemeinschaftsschule – Schule der Zukunft". Dabei bedankte er sich bei Rektor Bernd Schinko und dessen Team ausdrücklich für die bislang geleisteten Anstrengungen, für Neubulach eine Gemeinschaftsschule zu bekommen.

Er ging detailliert auf die verschiedenen Anforderungen ein, legte die Ziele klar, betonte dabei aber, dass er in den aktuellen Stand der Antragsbewertung des Kultusministeriums keinen Einblick habe: "Am Montag wird von Ministerin Gabriele Warminski-Leitheußer selbst bekanntgegeben, welche 30 Schulen in Baden-Württemberg für das Schuljahr 2012/13 den Status einer Gemeinschaftsschule bekommen."

In diesem Zusammenhang stellte Jürgen Striby aber klar, dass das Projekt Gemeinschaftsschule nicht gegessen sei, wenn Neubulach nicht unter diesen 30 Schulen wäre: "Mit dem Schuljahr 2013/14 werden weitere Schulen dazukommen."

Viel Aufmerksamkeit ist der Neubulacher Konzeption für die neue Schulform zugekommen. Schulleiter Bernd Schinko führte dabei auch ein in die bisherige Arbeit an der Schule, die Kooperationen mit der Waldschule Neuweiler und der Karl-Georg-Haldenwangschule in Sommenhardt. Darüber hinaus würden bereits Gespräche mit der Wildberger Schule geführt.

Die Grundschule Neubulach wird in den Klassen eins bis vier belassen, danach wird in Lerngruppen gearbeitet, die nicht zwangsläufig jahrgangsweise zusammengesetzt sind. Das bedingt einen vermehrten Austausch zwischen Eltern, Schülern und Lehrern, deren gute Zusammenarbeit bildet das Fundament des neuen Hauses.

Rektor Schinko: "Bei uns können alle Schüler gemeinsam lernen mit der Option eines Haupt- oder Realschulabschlusses. Dabei wird von Anfang an der Fokus auf die Berufsvorbereitung gelegt und mit örtlichen Betrieben zusammengearbeitet. Gleichzeitig besteht nach der Klasse 10 die Möglichkeit, direkt in die Oberstufe eines Gymnasiums zu wechseln."

Bei der den informellen Teil abschließenden Podiumsrunde sind fast keine Fragen gestellt worden, die meisten der Besucher wollten sich wohl beim Tag der offenen Tür in der Schule über Details informieren. So war die Fragerunde mit Achim Bott, Ulrike Altrock, Bernd Schinko, Walter Beuerle und Jürgen Striby schnell beendet. Zumal sich die Genannten für Gespräche im kleineren Kreis während des Tages der offenen Tür noch bereithielten.

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