Von Albert M. Kraushaar

Neubulach. Draußen trommelte der Regen aufs Pflaster, in wenigen Stunden war die weiße Pracht in Neubulach zerstört. Dennoch strömten viele Besucher unter schützenden Schirmen in die Stadtkirche, wohin der Projektchor Neubulach zum Konzert eingeladen hatte. Während sich im Innenraum der Kirche die letzten freien Plätze füllten, wurde das Licht abgeschaltet und Kerzen angezündet. Für jedes Chormitglied eine. Die flackernden Kerzenlichter sorgten beim Einzug in die Kirche für eine besondere Atmosphäre, die von Liedern wie "Gott ich suche dich" oder "Meine Seele ist still in dir" geprägt war. Stimmungsvolle Klänge tönten in der Stadtkirche, der rund 40 Sänger und Sängerinnen zählende Neubulacher Projektchor entfaltete unter der Leitung von Christian Platschko eine beeindruckende stimmliche Stärke. Aufgerundet wurde das Programm mit Instrumentaleinlagen von Maité Passow am Klavier und Matthias Kalmbach an der Klarinette.

Hörte sich der Beifall in der Stille anfänglich etwas zögerlich an, taute das Publikum angesichts der musikalischen Leistungen aber schnell auf. Fast schon typisch, dass spätestens mit den ersten englischen Liedvorträgen wie "May the road rise to meet you" oder "Freedom is Coming" der Bann der Zurückhaltung endgültig gebrochen war. So sind der Projektchor und die Besucherschar immer mehr zu einer großen Einheit geworden.