
Neubulach (lupo). Der Bau des neuen Abwasser-Kanalsystems im Nagoldtal, der für den Straßenverkehr vielfältige Behinderungen bietet, bekommt nach neuen Berechnungen der Planer wohl einen kräftigen Kostensprung verpasst. Von ursprünglich 9 Millionen soll das Projekt auf stolze 16 Millionen Euro Aufwendungen steigen. Davon betroffen ist zu einem kleineren Teil wohl auch der Etat der Stadt Neubulach, obwohl deren Hauptteil mit dem Bau der Leitung von Liebelsberg bis zur Station Teinach bereits in trockenen Tüchern ist. Eine Information darüber hat Bürgermeister Walter Beuerle bereits vor Weihnachten erreicht, allerdings lagen Zahlen und die Verteilung der gestiegenen Kosten auf die jeweiligen Projektbeteiligten noch nicht auf dem Tisch. Am Montag wird die Projektleitung in Calw entsprechende Überlegungen und Zahlen den Beteiligten vorstellen. Der Neubulacher Rathauschef dazu: "Es muss genau betrachtet werden, welche Abschnitte und aus welchen Gründen diese die Kosten so stark in die Höhe treiben. Auf jeden Fall wird dies ein wesentlicher Punkt bei unserer Gemeinderatssitzung am 25. Januar sein." Auch wenn der Neubulacher Anteil der Kostenexplosion relativ klein sein sollte, der Haushalt 2012 erhält dadurch wohl einen Dämpfer, der nicht einfach auszugleichen sein dürfte.