
Von Steffi Stocker
Neubulach. Ein Spaziergang in die Geschichte früherer Landmaschinen war das dritte Schleppertreffen der Dieselfreunde Schwarzwald. Unmittelbar neben ihrem Vereinsdomizil reihten Gleichgesinnte ihre historischen Gefährte auf.
Das wohl älteste, ein John Deere aus dem Jahr 1934, allerdings wurde auf einem Anhänger zu der Schau im Azuritweg gebracht, zumal ihm die Bereifung fehlte. Offenbar wurde die Faszination für den Vorkriegstraktor dadurch nicht geschmälert, denn Alt und Jung nahm ihn rund herum in Augenschein.
Wie dieser Vorkriegsschlepper waren auch jüngere Fahrzeuge mit neuer Lackierung zu strahlenden Repräsentanten ihrer Gattung geworden. Andere wiederum scheuten sich nicht, ihre Arbeitsleistung und das Alter stolz zur Schau zu stellen. Jeder Traktor strahlte auf seine Art einen gewissen Charme aus und verleitete so zu mancher Fachsimpelei oder auch Erzählung, wie der Eigentümer in den Besitz kam. Darüber hinaus waren meist Großeltern in ihrem Element, wenn sie den Enkeln berichteten, wie das eine oder andere Zusatzgerät früher in der Landwirtschaft eingesetzt wurde.
Zudem wurde das Treffen gerne genutzt, um Neuigkeiten auszutauschen oder Bezugsquellen von Ersatzteilen zu erfahren. Wirklich eingefleischte Schlepperfreunde, die ihre Teile selbst herstellen, waren indes eine Seltenheit. Doch auch solch einen konnte man antreffen, wenn man in der angrenzenden Festhalle ins Gespräch kam.
Eines hatten sowohl der Gastgeber, als auch Mitstreiter gemeinsam: Mit der Pflege der Oldtimer wollen sie ihren Beitrag zum Erhalt der historischen Traktoren leisten.
Die Dieselfreunde Schwarzwald konnten zudem ihr Vereinsdomizil präsentieren, das sie mit viel Eigenleistung in einer früheren Werkshalle eingerichtet haben. Sie haben sich längst innerhalb der großen Fangemeinde etabliert. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm sorgte für Unterhaltung.