Von Steffi Stocker

Neubulach. Irgendwann entdeckte Cornelie Meixner das Hobby Filzen. Wie die meisten, die sich mit dieser Handarbeit beschäftigen, begann sie klassisch mit Märchenwolle und Seife. Inzwischen jedoch füllt ihre Fertigkeit ein ganzes Atelier. Denn die Grundschullehrerin hat sich der Herstellung von Hüten verschrieben. "Meine Handarbeiten sollten nützlich sein", erinnert sie sich an ihre Motivation. Und so versorgte sie quasi die ganze Familie mit Hüten unterschiedlichster Variationen. Längst hat sie die noch vor zwei Jahren verwendeten Schnittbögen zur Seite gelegt und arbeitet ohne Vorlage. "Im Lauf der Zeit erhält man Gespür dafür, auch dass jeder Kopf anders ist", sagt Meixner, die in Walkloden, wie man die spezielle Form der Schurwolle nennt, unzählige Möglichkeiten findet. Gerade Kopfbedeckungen, mit Krempe oder Schild und etliches mehr. Gleichzeitig ermöglicht der Stoff ihr ein Spiel mit den Nähten, da die Stoffkanten keines Saums bedürfen.

Deshalb ist jeder Hut auch ein Unikat, zumal die Hobbyschneiderin sie mit verschiedenen Accessoires versieht. Mal sind es Blüten, dann wieder Applikationen oder auch Strass und Perlen. "Außerdem lege ich Wert auf eine Farbkomponente", sagt Meixner. Schließlich soll Hut tragen Spaß machen. Ganz nebenbei hat der ausgewählte Walkloden eine wärmende Funktion und ist pflegeleicht. Etwa ein bis zwei Stunden Zeit wendet Meixner für die Herstellung eines Hutes auf. "Das ist für mich Entspannung am Ende eines Tages", hebt sie die Wirkung ihres Hobbys hervor.

Und damit dann wirklich nichts verloren geht, werden auch Reste verarbeitet. Armstulpen, Kinderhausschuhe oder Nikolausstiefelchen bereichern deshalb das Angebot. Darüber hinaus finden sich auch Pullunder, Kleidchen oder Zipfelmützen in der Kollektion. Damit sie alles richtig präsentieren kann, hat Meixner im Haus in der Schliffkopfstraße ein Atelier eingerichtet, das sie auf Anfrage gerne öffnet.