Neubulach Erdwall findet keine Akzeptanz

Schwarzwälder-Bote, 18.05.2012 04:00 Uhr

Von Steffi Stocker

Neubulach. Aufschüttungen von Erdmaterial zeugen von der voranschreitenden Bauarbeit für den neuen Lebensmittelmarkt. Gleichwohl findet das Vorhaben des Bauträgers, mit dem Aushub einen Erdwall zu errichten, keine Akzeptanz im Gemeinderat."Die umliegenden Grundstücke, speziell das zum vorgesehenen Erdwall angrenzende, würden an Qualität und Attraktivität verlieren", so Bürgermeister Walter Beuerle. Zudem verwies er auf eine gravierende Beeinträchtigung des städtebaulichen Gesamtbildes.

Allerdings könne im Rahmen des derzeit gültigen Bebauungsplans diesem Vorhaben kein Einhalt geboten werden. Vor diesem Hintergrund schlug die Verwaltung dem Gemeinderat eine Änderung des Bebauungsplans vor. "Im Zuge dieses Verfahrens kann dann geklärt werden, ob die Sanierung von Altlasten im öffentlichen Interesse sinnvoll wäre", regte Beuerle an.

Erhoben werden soll dabei unter anderem, um welche Form der Belastung es sich bei dem Gemisch des Erdaushubs handelt. "Eine Veränderungssperre eröffnet uns ein Mitspracherecht", so der Bürgermeister weiter.

Dass keine Akzeptanz für die geplante Lagerung des Erdaushubs bestehe, äußerte im Vorfeld Jürgen Bohnet. So lange das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans läuft, kann die Stadt dennoch eingreifen, wenn ein Bauvorhaben der städtebaulichen Linie widerspricht. Unter diesem Aspekt erließ das Gremium auch eine Veränderungssperre für den Bereich Schiller-/Marktstraße, in dem kein Bebauungsplan vorliegt. Während sich Alois Jerges dagegen aussprach, warb Beuerle um diese Möglichkeit einer städtebaulichen Steuerung. "Der Bauherr kann seine Planung vorlegen und wir können die Form der Bebauung kanalisieren", plädierte Jakob Nothacker für den Beschluss, dem der Gemeinderat auch mehrheitlich folgte.

 
 
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