
Von Steffi Stocker
Neubulach-Liebelsberg. Der bunte Abend der Liebelsberger Sängerfreunde ist ein Publikumsmagnet. Und so war die Festhalle in dem Neubulacher Stadtteil an beiden Abenden wieder gut besucht.
Immerhin hatte der Verein traditionell mehr als nur Chorgesang versprochen. Die Sänger überzeugten dabei bereits zum Auftakt des Unterhaltungsabends mit harmonischen Melodien. Unter dem Eindruck der Berge stand nicht nur die Kulisse auf der Bühne.
Das ganze vorgetragene Repertoire sowohl des gemischten als auch Männerchors widmete sich der Bergwelt. Dirigent Stefan Blaich rundete in passendem Outfit mit Knickerbocker das Gesamterscheinungsbild ab und führte die Sänger durch Lieder wie "Via Mala" oder "San Bernadino". In "Freunde der Berge" erklang zuweilen ein raffiniert simulierter Jodler.
Der Männerchor interpretierte bekannte Weisen wie beispielsweise "Das Ave Maria der Berge" oder "wenn ich ein Glöcklein wär" und begeisterte die Zuhörer.
An die Lachmuskeln ging es dem Publikum beim schwäbischen Mundartstück "D’r Körnerfresser". Manch mitfühlender Seufzer begleitete das Wehklagen des Hausherrn, der unter dem kalorienarmen Essen litt, das die Ehefrau auftischte.
Er selbst neigte zum zu tiefen Blick ins Bierglas, während die Gattin mit Yoga und Schlankheitswahn unter Gleichgesinnten weilte.
In dem Theaterstück von Marianne Beißwenger präsentierten die Laienschauspieler der Liebelsberger Sängerfreunde ein Wechselspiel von Leid und Freud des leiblichen Wohls. Als dann noch die Tochter mit einem neuen Freund, seines Zeichens Metzger, nach Hause kam und der Saufkumpan des Vaters sich als dessen Vater entpuppte, war der nächste herzhafte Braten nicht weit.