
Von Steffi Stocker Neubulach. Während es draußen noch kalt ist und die Natur ihren Winterschlaf hält, springt Besuchern im Alten Rathaus von Neubulach der Frühling förmlich entgegen. Grund dafür sind die Arbeiten von Stefanie Mörk, die derzeit die Wände des Cafés zieren.
Grün und Gelb, vor allem aber Türkis kombiniert mit pflanzlichen Motiven versprühen die Leichtigkeit der nahenden Jahreszeit. Die Künstlerin aus Ebhausen verbindet zwei leidenschaftliche Hobbys, wie sie berichtet. "Gestalten und Kreativität, all das lebe ich nicht nur in meinen Bildern, sondern auch in meinem Garten aus", sagt sie. Und so liefert der Garten eben auch immer wieder Motive, die sie gerne abstrahiert. Im Vorfeld regte ein Blumengruß Stefanie Mörk zum Zeichnen an. Auf einem Skizzenblock nähert sie sich den Formen ihres Malobjektes an. "So erhalte ich Klarheit für Details", erläutert sie ihre einzelnen Schritte.
Um treffende Farben auf die Leinwand zu bringen, rührt sie Acryl-Pigmente selbst an. "Damit kann man arbeiten oder Schichten aufbauen", zeigt sie sich von der gewählten Technik überzeugt, die ihrer Experimentierfreude entgegen kommt. Denn erst beim Malen auf der Leinwand entwickelt sich das spätere Bild. So kann der Betrachter schon mal verarbeiteten Stoff oder auch Kratzspuren im fertigen Werk entdecken. Oft verweisen nur einzelne Formen und Fragmente auf ein Gesamtobjekt.
Stefanie Mörk suchte auf verschiedenen Wegen ihren eigenen Stil, bei dem sie inzwischen angekommen ist. Die Vorliebe für das Malen reicht bis in das Kindergartenalter zurück. Inzwischen besucht sie mindestens zwei Kurse jährlich, um an ihrer Technik zu arbeiten. "Man nimmt immer etwas für sich mit", unterstreicht sie. Die Ausstellung ihrer Werke im Alten Rathaus ist bis 24. Februar zu sehen.