Nagold Zwischen Reichsrittern und Pfahlbauten

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Ein steinernes Bildnis an der Seitenwand der Gündringer Friedhofskapelle zeigt den einstigen Reichsritter und Herrscher über den Ort Hans Kaspar Kechler, der in Gündringen die Reformation einführte. Foto: Wiedhopf Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Oskar Albiez

Nagold. Ein Jahresprogramm, das der Vielseitigkeit der Interessen an Fragen zur Geschichte entgegen kommt, offeriert die Vorsitzende Judith Bruckner den Mitgliedern und Freunden des Vereins für Heimatgeschichte Nagold für das Jahr 2016.

Als Auftakt wird im Anschluss an die Mitgliederversammlung am 3. März in bewährter Weise ein qualitativ hochwertiger Vortrag angeboten. Der Professor für neuere Geschichte Axel Kuhn wird zum Thema "Der Nagolder Jakobiner-Club und die Volksunruhen in Württemberg 1789 bis 1799" sprechen. Der Vortrag im Kubus ist wieder öffentlich und für alle Interessierten zugänglich.

Getreu der selbst gestellten Aufgabe, den Raum Nagold aus geschichtlicher und kulturgeschichtlicher Sicht darzustellen, setzt der Verein am 23. April die Reihe der Besuche Nagolder Teilorte mit dem Besuch des Stadtteils Gündringen fort. Einst unter der Herrschaft freier Reichsritter kam der Ort 1806 zum Königreich Württemberg und wechselte in neuer Zeit 1971 vom Landkreis Horb zum Landkreis Calw.

Erste Exkursion geht zur Landesausstellung

In eine weit zurück liegende Vergangenheit unseres Landes führt die erste Exkursion dieses Jahres am 4. Juni ins Oberland nach Bad Buchau und Bad Schussenried zur Großen Landesausstellung "Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen". Den Besuchern werden mit spektakulären neuen Forschungsergebnissen spannende Einblicke in 4000 Jahre Pfahlbautenkulturen gewährt.

Eine zweite Tagesexkursion hat am 17. September die Stadt Baden-Baden zum Ziel, die als einstige Römergründung und heutige Kunst- und Kulturstadt auf eine 2000-jährige Geschichte zurückblicken kann.

Die schon traditionsreiche, inzwischen 14. Eisenbahnnostalgieexkursion geht am 3. Oktober zu einer Strecke der ehemaligen "Königlich Württembergischen Staatseisenbahn" zwischen der Gemeinde Engstingen und der Stadt Schelklingen auf der Schwäbischen Alb. Die Teilnehmer werden mit einem Leichtdieseltriebwagen der 1960-er Jahre unterwegs sein.

Einem Gegenwartskünstler aus der Region gilt am 9. Juli der Besuch auf seiner Wirkungsstätte nahe Gäufelden-Nebringen. Der Bildhauer Lutz Ackermann arbeitet dort an teils überdimensionalen Skulpturen in Stahl, Holz und Stein und gab seinem Gesamtkunstwerk den Namen "Kunst-Kraft-Werk".

Wie mittlerweile auch schon traditionell, beteiligt sich der Verein am 11. September wieder an den Aktionen zum "Tag des offenen Denkmals", der in diesem Jahr als Schwerpunktthema den Titel "Wir retten ein Denkmal" trägt. Eine diesem Titel entsprechende Beteiligung des Vereins an einem Objekt ist noch in Arbeit.

Um die Kinder kümmert sich Judith Bruckner höchstpersönlich und bietet am 4. August im Rahmen des Sommerferienprogramms eine Erlebnisstadtführung für Acht- bis Zwölfjährige als Zeitreise in die Vergangenheit an.

Zu guter Letzt geht es am 12. November für überzeugte Württemberger und auch für Reingschmeckte um ein Thema sozusagen in eigener Sache. Die Große Landesausstellung in Stuttgart zum Jahresende befasst sich mit dem Thema "Die Schwaben. Zwischen Mythos und Marke". Wer ist schwäbisch? Was ist schwäbisch? Und warum überhaupt? – solchen Fragen spürt die Ausstellung nach vor dem Hintergrund von fast 2000 Jahren Kulturgeschichte.

Am gesamten Programm des Vereins können je nach Kapazität auch Nichtmitglieder teilnehmen. Interessenten wenden sich an Judith Bruckner unter Telefon 07452/ 790275.

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