Nagold Gebühren für Häfele-Hütte steigen drastisch

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An und in der Häfele-Hütte gibt es jedes Jahr zwischen 80 und 100 Veranstaltungen. Foto: Fritsch

Nagold - Mit der Häfele-Hütte ist man bei der Stadt Nagold und auch im Gemeinderat sehr glücklich. Als Veranstaltungsort ist die Hütte sehr begehrt. 80 bis 100 Veranstaltungen gibt es dort pro Jahr. Und wer dort eine Veranstaltung ausrichten will, der muss sehr früh dran sein. Denn die Termine sind sehr schnell ausgebucht. Dazu kommt noch, dass man auch mit den "Mietern" dort oben so gut wie keine Probleme hat – abgesehen von ein paar wilden und unangemeldeten Partys.

Küche in diesem Jahr komplett saniert

Diese vielen Mieter müssen sich allerdings ab dem nächsten Jahr auf drastisch erhöhte Gebühren für die Häfele-Hütte einstellen. Zumindest, wenn es nach Verwaltung und dem Verwaltungsausschuss des Gemeinderats geht. Letzterer segnete die geplante Gebührenerhöhung ohne substanzielle Diskussion in seiner Sitzung ab.

Der nun beschlossene Vorschlag der Stadt sieht bei der Miete an Tagen zwischen Montag und Donnerstag eine fast 50-prozentige Erhöhung der Gebühren vor. Lagen die Gebühren bisher bei 70 Euro, so sollen sie ab 2017 bei 100 Euro liegen.

Eine Erhöhung um 50 Prozent soll es an den anderen Tagen geben – also Freitag bis Sonntag, Feiertagen und an Tagen vor Feiertagen. Da geht die Gebühr von bisher 80 Euro auf dann 120 Euro nach oben.

Bei etlichen anderen Gebühren steht eine Erhöhung bevor. Bei einer Stornierung sind statt 20 nun 30 Euro fällig, für eine wiederholte Abnahme 30 statt bisher zehn Euro. Überschreiten Mieter die Nutzungsdauer müssen sie pro Stunde mehr dann 20 Euro bezahlen. Bisher waren es zehn Euro. Wollen Nutzer mit dem Auto direkt an die Hütte fahren, werden 2017 statt bisher zehn dann 30 Euro pro Auto fällig.

Die Stadt begründet die Erhöhungen mit den "erheblichen Anstrengungen", die man unternehme, um die Hütte auf einem hohen Standard zu erhalten. So habe man in diesem Jahr etwa die Küche komplett saniert. Die dadurch entstandenen Kosten würden allerdings durch die bisherigen Gebühren "nur zum Teil gedeckt", wie es die Stadtverwaltung in ihrer Vorlage für den Ausschuss formuliert. Und um da eine "günstigere Relation" hinzubekommen, wolle man die Gebühren wie geschildert "anpassen".

Der Verwaltungsausschuss hatte an den Plänen nichts auszusetzen und winkte sie ohne Debatte durch.

Als Finanzbürgermeister Hagen Breitling den Haushalt 2017 einbrachte, da prophezeite er für die Zukunft, dass man von so manchem Liebgewonnenen irgendwann ganz oder teilweise würde Abschied nehmen müssen, so manche schmerzhafte Einschnitte würde aushalten müssen, um den Haushalt langfristig zu konsolidieren. Ob die jetzt auf den Weg gebrachte deutliche Erhöhung der Gebühren für die Häfele-Hütte da schon dazugehört, mag mal dahingestellt sein. Auf jeden Fall passt sie ins Bild. Sie könnte für die Stadtverwaltung zur Nagelprobe werden, ob die Bevölkerung bereit und willens ist, die Politik der Einschnitte in der Zukunft mitzugehen oder nicht. Den Nagolder Gemeinderat haben Breitling und OB Jürgen Großmann ganz offensichtlich schon auf ihrer Seite. Ob die Nagolder Bevölkerung das alles so klaglos hinnimmt, darf man leise bezweifeln.

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