Nagold Theater als Passion in Teilzeit

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Die Akteure der Teilzeitbühne sind mit Passion bei der Sache. Foto: privat Foto: Schwarzwälder-Bote

Nagold. Auch in diesem Jahr lassen sich die jungen Darsteller der Nagolder "Teilzeitbühne" nicht vom Lern- und Arbeitsstress aufhalten und beginnen mit der Planung des nächsten Projekts.

Die ehemaligen Nagolder Schüler, die 2008 die Teilzeitbühne gegründet haben, sind heute bereits fest im Studenten- und Berufsalltag angekommen und nehmen sich dennoch, die Zeit für eine Leidenschaft, die sie mit ihrer Heimatstadt verbindet. Mit ihnen ist die Gruppe gewachsen und hat sich über Jahre weiter entwickelt – im nächsten Jahr steht schon das zehnjährige Bühnenjubiläum an.

Organisation ist ein Akt des Jonglierens

Doch zuvor wird auch 2016 ein neues Bühnenstück, in nur drei Wochen intensiver Probenarbeit, auf die Beine gestellt. Schon wenige Monate nach der erfolgreichen Inszenierung der Groteske "Das Mörderspiel" von Axel Bungert stürzte sich die Gruppe in die "Teilzeitvorbereitung" für das kommende Spektakel.

Die Organisation eines solchen Projektes ist für die Jungschauspieler ein Akt des Jonglierens. Sie leben in ganz Süddeutschland verteilt, und die zu erledigenden Aufgaben sind vielfältig. Bis Ende des Jahres muss nicht nur das Stück ausgewählt werden, auch die gesamte Organisation darf nicht zu kurz kommen: Räumlichkeiten müssen gebucht, Plakate entworfen, Musik komponiert und Unterstützung für Bühnenbild, Lichttechnik und Kostüm angefragt werden. Denn den Akteuren steht bei jeder Aufführung ein zuverlässiges Helferteam hinter der Bühne zur Seite, ohne das keines der Projekte möglich gewesen wäre.

Die Phase vor Probenbeginn nutzen die Schauspieler, um sich auf ihre Rolle vorzubereiten und den Text zu lernen, so dass in der kurzen aber intensiven Probenzeit von drei Wochen professionell gearbeitet werden kann. Während der Erarbeitung des Stücks wird täglich geprobt, gelacht und diskutiert, bis alle Beteiligten mit dem Ergebnis zufrieden sind.

Die klassische Regiearbeit haben die Mitglieder bereits seit ihrem Bestehen neu interpretiert. Nicht ein Regisseur konzeptioniert die Inszenierung, sondern jeder kann seine kreativen Ideen und eventuelle Bedenken einbringen, so dass auf diese Weise eine spannende und einmalige Theaterarbeit möglich wird. Über die Jahre hat die Gruppe so eine Diskussionskultur entwickelt, die noch immer optimale Lösungen ermöglicht hat.

Klassische Regiearbeit neu interpretier

Die Darsteller, die sich auch in anderen Theatergruppen an ihren Studienorten engagieren, schätzen diese Organisation besonders, weil sie ihnen mehr Freiraum für die eigene Interpretation ihrer Rollen lässt. Die jährliche Probenzeit wird immer sehnsüchtig erwartet und schweißt die Gruppe zusammen, denn ein jeder profitiert von der engen Zusammenarbeit und Unterstützung der anderen. So entsteht zwischen den Mitgliedern, ob nun aktiv oder im Hintergrund tätig, ein einmaliger Zusammenhalt, der sich auch auf die stetig wachsende Zuschauergemeinde überträgt. Mit der Entwicklung, die die Darsteller über die letzten Jahre durchlebt haben, steigt auch der Anspruch der Gruppe, sich immer wieder etwas Neues einfallen zu lassen und das treue Nagolder Publikum durch die schauspielerische Leistungen zu überzeugen.

Nach Stücken wie Oscar Wildes "Ernst sein ist wichtig", dem modernen "Wörter und Körper" von Martin Heckmanns oder auch "Fünf im gleichen Kleid" von Alan Ball, blicken die talentierten Akteure freudig ihrem zehnjährigen Jubiläum im Frühjahr 2017 entgegen. Auch die diesjährige Umsetzung eines Krimis von Ken Ludwig darf mit Spannung erwartet werden. Im April zeigt die Teilzeitbühne dann: Das Spiel beginnt! Aufgeführt wird am 9. und 10. April um 19 Uhr in der Alten Seminarturnhalle.

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