Nagold Spenden der Bürger sind hoch

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Ulrich Mansfeld beim Stifterforum der Nagolder Urschelstiftung Foto: Priestersbach

Nagold -  "Wir haben uns in den letzten acht Jahren gemausert", lautete das Fazit von Ulrich Mansfeld beim Stifterforum der Nagolder Urschelstiftung. Vor allem das geplante Bürgerzentrum bezeichnete der Vorstandssprecher als "Quantensprung in der Stiftungsgeschichte".

Das Stifterforum ist quasi die Hauptversammlung der Nagolder Bürgerstiftung – und das Interesse war so groß, dass in den Räumen der Volksbank weitere Stühle aufgestellt werden mussten. Wie Ulrich Mansfeld mitteilte, wurde die Urschelstiftung zum zweiten Mal mit dem Gütesiegel des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen ausgezeichnet – "und darauf sind wir stolz".

Einen Überblick über die Stiftungsfinanzen vermittelte Detlev Klußmann den Anwesenden. So wurden im vergangenen Jahr rund 95 000 Euro als Einnahmen verbucht, wobei zweckgebundene Spenden für das Nagolder Bürgerzentrum den Löwenanteil bildeten. Breit gefächert war das finanzielle Gesamtengagement von 106 500 Euro, mit denen die Bürgerstiftung etliche Aktionen und Projekte in der Stadt unterstützte.

Spendenbereitschaft in Nagold ist hoch

"Die Spendenbereitschaft der Nagolder Bürger und Betriebe ist außerordentlich", merkte Ulrich Mansfeld an. Immerhin belege Nagold in einem bundesweiten Spendenranking und in Relation zur Einwohnerzahl den neunten Platz. "Das ist eine tolle Geschichte", betonte der Vorstandssprecher.

Zufrieden zeigte er sich zudem mit den Veranstaltungen, die dem Ziel dienen, die Bürgerstiftung stärker im Bewusstsein der Nagolder Bürger zu verankern. Dabei nannte er unter anderem das erste Boule-Turnier im Kleb, das gelungene Debüt des Burgfestes oder den Nagolder Spendenlauf zu Gunsten der Bürgerstiftung.

Zudem versteht sich die Stiftung auch als Motor und Koordinator für Projekte in der Stadt. Stichworte waren dabei der Aufbau eines Stadtseniorennetzwerkes, die Akku-Pro-Lernbegleitung für Zellerschüler oder die Unterstützung für das Stationäre Hospiz in Nagold. Als "sehr wichtige Errungenschaft in unserer Stadt", bezeichnete Ulrich Mansfeld den Arbeitskreis Asyl.

Erhebliche Kraftanstrengungen investieren die Stiftungsmitglieder derzeit in die Entwicklung eines Bürgerzentrums. Im Burgcenter soll eine zentrale Plattform für ehrenamtliche Aktivitäten entstehen – quasi ein ehrenamtlicher Motor in einem bürgernahen Nagold, wie es Ulrich Mansfeld umschrieb.

Im ersten Geschoss des Nagolder Burgcenters hat die Stadt Nagold Räumlichkeiten für das Bürgerzentrum erworben. Direkt im Anschluss an die Stadtbibliothek stehen für das Projekt knapp 220 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Betrieben werden soll das Bürgerzentrum aber von der Urschelstiftung, die als Trägerin fungiert.

Gesamtkosten liegen bei 175.000 Euro

Über den aktuellen Stand informierte Vorstandsmitglied Werner Baumeister jetzt die Anwesenden. So seien bislang 18 Organisationen als künftige Nutzer beteiligt, was er als Beweis für die Notwendigkeit des Bürgerzentrums wertete. Angestrebt werden vielseitige Nutzungsmöglichkeiten, damit hier viel stattfinden kann. Die Gesamtkosten für Umbau und Einrichtung bezifferte das Vorstandsmitglied auf rund 175.000 Euro – von denen die Urschelstiftung 76.000 Euro übernehmen wird. Aus zweckgebundenen Spenden stehen 20 000 Euro zur Verfügung, doch wurden zudem Förderanträge bei Leader Heckengäu und der Pro Cent-Initiative der Daimler AG gestellt. Wie Werner Baumeister anhand des anvisierten Zeitplans erläuterte, ist im Herbst die Einweihung des Bürgerzentrums geplant. Doch gebe es nach wie vor verschiedene Herausforderungen – so die Finanzierung der Betriebskosten oder die Entwicklung eines Trägerschaftsmodells, um das Bürgerzentrum erfolgreich zu führen.

"Es ist toll, dass so etwas in Nagold möglich ist", machte Ulrich Mansfeld deutlich, der sich die Einweihung des Bürgerzentrums im Zusammenhang mit dem diesjährigen Urschelherbst vorstellen kann.

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