Nagold Sichtbares Zeichen für Stärke der Ökumene in der Region
Schwarzwälder-Bote, 08.06.2012 21:02 Uhr
Ein beeindruckendes Bild: die Fronleichnamsprozession in Nagold. Foto: LGSFoto: Schwarzwälder-Bote
Nagold. Prachtvoll und feierlich wurde auf der Landesgartenschau das Fronleichnamsfest zelebriert. Rund 1500 Gläubige nahmen am Festgottesdienst und der anschließenden Prozession teil, die an vier üppigen Blumenteppichen und Altären Station machte.
Da waren selbst die Organisatoren von den fünf Kirchengemeinden der Seelsorgeeinheit Oberes Nagoldtal erstaunt. Solch einen Andrang zu diesem katholischen Fest hätten sie nicht erwartet. Umso größer war die Freude, dass nicht nur die Eucharistiefeier auf der Hauptbühne im Riedbrunnenpark sehr gut besucht war, sondern auch viele Gläubige aller Konfessionen an der Prozession teilnahmen.
Angeführt wurde sie von drei Ministranten mit Kreuz und Fahnen, dann folgten der Musikverein Gündringen, weitere Ministranten und der katholische Dekan Edgar Jans, der unter einem Baldachin-Himmel die Monstranz mit der geweihten Hostie trug. Den Abschluss des Zugs bildeten Hunderte von Besuchern.
Die erste Station war der Altar an der Forstkugel, den die Kirchengemeinde Gündringen/Hochdorf zum Thema "Glaube" gestaltet hatte. Unter den feierlichen Klängen der Trachtenkapelle Gündringen und Fürbitten, Gesängen und Gebeten zog die Prozession weiter und machte bei der Neuapostolischen Kirche Halt, wo die Kirchengemeinde Nagold/Wildberg ihren Altar zum Thema "Leben" aufgebaut hatte.
Lindwurm schlängelt sich an der Waldach entlang
Dann schlängelte sich der beeindruckende Lindwurm an der Waldach entlang, um beim Altar am Waldachufer Station zu machen, mit dem die Kirchengemeinde Altensteig/Haiterbach das Thema "Schöpfung" aufgegriffen hatte. Krönender Abschluss war in der "Wachsenden Kirche", wo sich der Altar von der Kirchengemeinde Vollmaringen/Mötzingen dem "Miteinander" widmete.
Dieses Thema griff auch Zelebrant Edgar Jans auf: "Dieses Fronleichnamsfest zeigt, wie stark die Ökumene in der Region ist und wie eng die Kirchen hier zusammenwachsen sind."


